Okkulter Untergrund
Übersicht
Hilfe
Suche
Einloggen
Registrieren
03 September 2010, 22:03:03
Willkommen
Gast
. Bitte
einloggen
oder
registrieren
.
1 Stunde
1 Tag
1 Woche
1 Monat
Immer
Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
News
:
The X - Mas - Files zum Download!
Das Szenario "Carcosa, N.J." und UA - Kurzgeschichten könnt ihr euch
hier
ziehen.
Okkulter Untergrund
>
CREATIVE CORNER
>
SIDEBOARD
>
Wo ist eure Schmerzgrenze?
Seiten: [
1
]
Nach unten
« vorheriges
nächstes »
Drucken
Autor
Thema: Wo ist eure Schmerzgrenze? (Gelesen 2758 mal)
Tom
Nachlaßverwalter
Administrator
Geschlecht:
Beiträge: 1253
Nachlaßverwalter
Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
am:
18 September 2006, 17:10:27 »
Dieser Thread hat mich draufgebracht:
Schmerzgrenze
. Da ich aber dort nix vollspammen will starte ich hier neu. Vor einiger Zeit, als wir so gemütlich Earthdawn zockten, wurde einer der Mitspieler mehrmals von einem Sklavenjägertroll vergewaltigt. Der Spielleiter hat das ganze auch schon anschaulich beschrieben und der Spieler hat danach, nicht ohne eine böse Mail zu schreiben, die Gruppe verlassen.
Und jetzt kommts, mich hat das gänzlich kalt gelasse, die Beschreibung und das drumherum. Bin ich so emotional abgestumpft das mir das nichts ausmacht oder was? Bei Heyne gibt es die
Hardcore
Bücherreihe, alles ausgewählte Bücher für Erwachsene, wenn man der Werbung glaubt. Ich hab bisher jedes Buch davon gelesen, fand sie aber allenfalls ermüdend. Auch das von Jasper erwähnte
Regenroman
fand ich nicht sonderlich schlimm. Bei Filmen hingegen wie Hostel, High Tension etc. dreht sich mir der Magen um. Hab ich einfach nur ne mangelnde Vorstellungskraft, was meint ihr?
Gespeichert
It almost seems like the old spirit of the night, from my childhood has gone missing.
"Play the spirit of the game, not the rules"
-Robin D. Laws
Unknown Armies was designed to be Post-Modern. If you don't like post-modernism, you won't like UA.
Neo
Kliomant(in)
Geschlecht:
Beiträge: 350
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #1 am:
18 September 2006, 17:23:18 »
Ich glaube du kannst ganz gut zwischen Spiel und Wirklichkeit unterscheiden. Was einem Chara passiert, egal wie schlimm, ist die Nuance eines Spielstils. Es ist nicht nötig sich das in allen Einzelheiten vorzustellen, damit bleibt der Abstand gewahrt.
Filme wie Hostel >die ich persönlich überhaupt nicht ernst nehmen kann und die mich deswegen völlig kalt lassen, anders wie die OP in BlakHawkDown im letzten drittel des Films< drängen dir die Einzelheiten auf die du nicht brauchst um beim Spiel "Spaß" zu haben.
Dein Mangel an Vorstellungskraft würde ich eher als "gesunder Mangel" an Vorstellungskraft bezeichnen. Was dir das Spiel versauen könnte läßt du unbewußt weg.
Gespeichert
Nur ein Agent
http://st4rkw00d.mybrute.com
Synapscape
Bibliomant(in)
Geschlecht:
Beiträge: 163
Was ist ein persönlicher Text?
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #2 am:
18 September 2006, 17:47:12 »
Vermutlich ist die Zahl derer, die hier "Men behind the Sun" kennen relativ gering, ein paar mehr haben vielleicht "Die Grauzone" gesehen. Zwei vollkommen unterschiedliche Filme, die aber meine splatter-gestählte Schmerzgrenze überschreiten. Der eine wartet mit drastischen Effekten auf, der andere überzeugt eher durch die unausweichliche Erkenntnis menschlicher Abgründe. Warum ich diese Titel nenne? Um eventuell eine gemeinsame Basis zu finden, mit deren Hilfe ich meine von Tom erfragte Schmerzgrenze im Rollenspiel genauer definieren kann.
Ich möchte im Rollenspiel keine realen Grausamkeiten nachspielen. Zu wissen, dass etwas wie im Film oder Spiel dargestellt wirklich stattgefunden hat, ist etwas, dass für mich nichts an einem Spieltisch zu suchen hat.
Für mich grausam ist Gewalt, die hilflosen Opfern angetan wird. Folter, Morde, Vergewaltigungen. Ich habe nichts gegen eine anständige Partie Squad-Leader oder Warhammer, mich stören bei Shadowrun keineswegs die Waffenarsenale und auch in Cthulhu würde ich die plakative Jungfrau jederzeit in den Vulkan stürzen lassen. Aber die meine Grenze ist dann erreicht, wenn reale Verbrechen und Sadismus nachgezeichnet werden sollen und zwar zum Zweck der Unterhaltung!
Ich ertrage Filme wie die oben genannten, weil ich sie als Weiterbildung meines persönlichen Horizonts, meines Geschichtswissens und auch meines Wissens über die Abgründe der menschlichen Psyche verstehe, aber nicht als Unterhaltung.
Ob Du, lieber Tom, abgestumpft bist, kann und will ich nicht beurteilen. Jeder hat andere Grenzen und lässt sich unter gewissen Umständen von Themen kaum berühren, die andere zu Entsetzensschreien verleiten. Ich kann aber auf jeden Fall den Mitspieler verstehen. Zumal die Vergewaltigung des eigenen Chars über den reinen Schrecken einer solchen Szenerie hinaus geht und sicherlich zu den demütigendsten Erlebnissen gehört, die ein Rollenspielcharakter so über sich ergehen lassen kann. Je enger hier die Verbindung Charakter/Spieler ist, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, das der SL damit sogar den Spieler selbst auf geistiger Ebene penetrierte. Da geht das Ganze dann doch recht schnell an die Grenze persönlicher Erniedrigung, Verletzung von Stolz und Moralvorstellungen. Wenn es Leute gibt, die schon ausrasten, wenn jemand ihren coolen, katzengleichen Shadowrun-Straßensamurai nicht mit gebührendem Respekt begegnet, ist es doch nachvollziehbar, das es auch Spieler gibt, die eine solche Misshandlung ihres Charakters sehr persönlich nehmen.
Hier wäre es also mal interessant nachzuhaken, inwieweit denn hier nun der reine Horror der Vergewaltigung eine Rolle spielte und wie stark eher Motive der persönlichen Kränkung mit hineinfließen. Ich nehme mal an, dies wird stark der Fall sein, weshalb man hier auch direkt eine Antwort auf Deine Frage ableiten und dich beruhigen könnte, dass Du nicht total abgestumpft bist, dir nur eben die persönliche Bindung als Spieler zu dem betroffenen Charakter fehlte.
Gespeichert
If truth hurts, prepare for pain.
- Anathema
Neo
Kliomant(in)
Geschlecht:
Beiträge: 350
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #3 am:
18 September 2006, 18:16:35 »
Oh, etwas am Thema vorbei...mein Schmerzgrenze sind abartige Videos über den Tschetschenien auf YouTube. Sowas sollte Verboten werden!!
Gespeichert
Nur ein Agent
http://st4rkw00d.mybrute.com
oldboy
Kliomant(in)
Geschlecht:
Beiträge: 266
kleiner junge mit spieltrieb
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #4 am:
18 September 2006, 18:35:31 »
Hostel ist doch super langweilig. OK, das Auge war ekelhaft aber ansonsten ist der Film nur schlecht.
Meine Schmerzgrenze hab ich im Rollenspiel noch nicht ausgetestet, liegt aber vielleicht auch daran dass meine SLs nicht auf den Gedanken kommen, ihre Spieler vergewaltigen zu lassen. So was hat für mich auch nix an nem Spieltisch verloren...
Bei Filmen kommt es auf die Inszenierung an. Ichi the Killer find ich zwar brutal, aber Wolf Creek ist viel besser gemacht, der hat mir auch Angst gemacht ^^
Gespeichert
I - to cleanse, to purge, to breach eternity and smother all life.
Raziel
Gast
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #5 am:
18 September 2006, 18:47:59 »
Meine Schmerzgrenze ist eigentlich relativ hoch, jedoch gibt es einige Bereiche in denen ich denke ich mal zu viel haben würde, zum Beispiel vergewaltigung, speziell von Kindern da würde ich dann schon sagen dass gut is, Folter ist immer so eine sache wie sie dargestellt wird, aber ansonsten bin ich eigentlich eher zumindest persönlich unbeteiligt.
Gespeichert
Blu:RayNe
Bibliomant(in)
Beiträge: 183
Phuturomant
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #6 am:
20 September 2006, 02:23:00 »
Hostel hat auch bei mir gut gewirkt, wie meine Kritik im Cthulhu-Forum zeigt.
JA, mich fasziniert Gewalt, da sie mich anzieht. Aber es geht mir nicht darum sie zu verherrlichen -- vielleicht in Urinstinkten schon -- aber mein Verstand sagt klar, dass es ihm darum geht zu verstehen. Und genau das möchte ich auch: mich hineinzuversetzen, weil ich vielleicht mittlerweile so "emotional" abgestumpft bin.
"Ich bin wohl komplett reiz übersättigt und ausgebrannt.", denke ich oft.
Aber vielleicht bin ich auch erwachsen geworden, weil ich schon zu viel gesehen habe. Auch wenn es oft vielleicht nur im Fernsehen ist, so habe ich stets versucht zu verstehen, weil wohl mein eigenes emotionales Leben so langweilig ist. Trotzdem habe ich auch schon ganz andere Gewalt erlebt, an die ich mich nur ungern und mit Herzblut erinnere.
Die Gewalt, die bei mir wirklich wirkt, ist die, die mir Nahe geht. Szenen in denen jemand die Finger abgeschnitten werden wirken sehr gut, wie auch Vergewaltigungen (leider bei Männern nicht so).
Deswegen hab ich mich wohl dahin entwickelt, dass ich mittlerweile fast wie ein Mathematiker denke und es nicht mehr wirklich an mich heranlasse. Es gibt Probleme und es gibt Lösungen. Und es gibt immer Ursache und Wirkung. Und alles lässt sich irgendwo einordnen und terminieren.
Vielleicht habe ich deswegen eine Ohnmacht begriffen, die mir sagt, dass ich gegen vieles nichts machen kann und lieber mein eigenes Leben führen soll.
Kein Krieg würde gefochten werden, wenn es darin nicht auch Momente des Glücks gäbe (z.b. einen Kampf überstanden zu haben, ein Dorf gerettet zu haben, ein kleines Mädchen das einem Soldaten ein Gänseblümchen überreicht nachdem ihre Familie abgeschlachtet wurde usw.). Das ist es was ihn auch so faszinierend macht.
Vielleicht liegt es mir daran anderen Menschen klar zu machen was ich fühle. Und vielleicht hilft dir, Tom, deine erste Frage zu verstehen.
Ich denke meine Grenze einzustecken liegt wohl sehr hoch, weil ich eigentlich zu jeder Zeit alles erwarte, aber auch irgendwo Distanz wahre.
Gespeichert
»
riSiNG kHaOS tHRu kOMPLEXitY
«
Seth
Gast
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #7 am:
26 September 2006, 23:51:37 »
@Tom: Das was Du hast ist eine Visualisierungsabstumpfung die darauf basiert das Du Dir etwas "schreckliches" vorstellst und dies kontrollierst indem Du Deine Phantasie dazu bemühst.
Wenn hingegen ein Film Dir vorschreibt wie Du etwas zu sehen hast, dann trifft Dich die emotionalität direkt, Du kannst so keinen Phantasieschutzwall errichten.
Es ist schon eine Form der Abstumpfung wenn man seine Phantasie darauf hin ausbaut (unbewußt) Dinge die einen ängstigen zu verhamlosen.
Bei der Vergewaltigung, denke ich warst Du so mit dem Ausmalen der Details beschäftigt das Du die nackte Existenzangst, die Scham, die Bloßstellung, die extrem tiefe Demütigung und die Verzweiflung des Opfers garnicht mehr einbauen konntest oder so umgehen konntest.
Beim Film bekommst Du die Gefühle ja direkt serviert.
Gehe die Vergewaltigung im Kopf nochmal durch, aber als Opfer, mit allen Deteils der Penetration, den Schmertzen, der Angst und und und (s.o.).
Wenn Du nun micht nur Mitgefühl empfindest sondern sogar ein Stück Mitleid, dann arbeitet Deine Phantasie als Schutz vor verletzungen Deiner Gefühle und stumpft Dich selektiv ab um Dich zu schützen.
Gespeichert
con-f-use
Bibliomant(in)
Geschlecht:
Beiträge: 103
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #8 am:
27 September 2006, 00:26:32 »
Alaso nochmal eine Antwort auf die in der Thema-Überschrift steht: Gewalttechnisch bin ich bisher noch nicht an meine Schmerzgrenze gestoßen. Da scheine ich keine zu haben, zumindest, was nichtreale Gewalt angeht.
Meine Schmerzgrenze, wie ich bei das Parfum gemerkt habe liegt bei ekligen Sachen. Bei der Szene mit den Rattenkadaver, den der Hauptdarsteller beschuppert und bei der die Kamera durch das Bauchfell der Tieres in das Madenzerfressene innere fährt, hätte sich mir fast der Magen umgedreht. Bei so Filmen wie the Grudge, oder Saw, also wirklich bösen Gewaltsachen habe ich dagegen aber keine Probleme.
Gespeichert
Die drei-Städte-Chroniken
Pascal Kamp
Gast
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #9 am:
27 September 2006, 01:38:57 »
@ Seth:
Da du ja anscheinend Ahnung von solchen Vorgängen hast, habe ich mal eine Frage:
Wie kommt es, dass ich in aller Ruhe zusehen kann, wie jemand sich die Fingerkuppe absäbelt und dann im Krankenhaus vom Arzt den Finger weiter aufgeschnitten bekommt, damit dieser dann eine neue Fingerkuppe formen kann, die er am Fingernagel festnäht, ohne dass ich auch nur nervös werde. Ganz im Gegenteil: Ich unterhalte mich seelenruhig mit dem Arzt über diese faszinierende Technik.
Aber wenn ich dann vor dem Fernseher sitze und sehen muss, wie jemand eien Spritze bekommt, kriege ich die Krise.
Woran liegt sowas?
@ Tom:
Du fandest "Evil" von jack Ketchum ermüdend? Es hat mcih zwar kaltgelassen, aber ich fand den Stil so atmosphärisch, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.
@ all:
Sorry für das Off-Time Gelaber!
Gespeichert
Seth
Gast
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #10 am:
27 September 2006, 20:09:09 »
Zitat
Da du ja anscheinend Ahnung von solchen Vorgängen hast, habe ich mal eine Frage:
Wie kommt es, dass ich in aller Ruhe zusehen kann, wie jemand sich die Fingerkuppe absäbelt und dann im Krankenhaus vom Arzt den Finger weiter aufgeschnitten bekommt, damit dieser dann eine neue Fingerkuppe formen kann, die er am Fingernagel festnäht, ohne dass ich auch nur nervös werde. Ganz im Gegenteil: Ich unterhalte mich seelenruhig mit dem Arzt über diese faszinierende Technik.
Aber wenn ich dann vor dem Fernseher sitze und sehen muss, wie jemand eien Spritze bekommt, kriege ich die Krise.
Woran liegt sowas?
Kontrolle duch Betroffenheit oder Anwesenheit.
Du bist da und erlebst live die Gefühle, Du kontollierst die Situation indem Du alle Fakten miterlebst.
Das TV baut zwischen dem was Du brauchst (um die Situation zu kontrollieren) und dem was es Zeigt eine Barriere auf.
Du kannst so nicht einschätzen wie real das Leid ist oder wie schlimm die Situation wirklich ist.
Du bist dem TV ausgeliefert ohne Kontrolle über die Situation.
Life kannst Du eingreifen, fühlen und direkt reflektieren, im TV ist das alles unmöglich.
Ich denke Du bist jemand der ruhig bleibt wenn es im Flugzeug Turbulenzen gibt, da Du diese erlebst und aktiv werden könntest, das gibt Dir Sicherheit und Kontrolle.
Aber die selbe Situation im TV und es könnte gut sein das Du schwitzige Hände bekommst.
Alles im allem bist Du emotional sehr an der Umwelt beteiligt und das in einem Maße das Dir innere Ruhe und Kraft gibt.
Damit bist Du fürs Leben und für echte Kriesensituationen sehr gut gerüßtet.
Das TV nimmt Dir diese Kraft und macht aus Dir einen wesendlich unsicherren menschen, aber darauf kannst Du gut pfeifen, das ist nur unterhaltung und künstlicher Nervenkitzel.
Gespeichert
ASpike
Gast
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #11 am:
19 November 2006, 13:18:06 »
puh, vergewaltigungen?
das ist schon interessant...
Ich denke mal die Schmerzgrenze ist nicht nur von den Spielern, sondern auch von der Einstellung der Spieler zum Setting abhängig, wir spielen gerade Opus Anima und ich muss sagen, dabei wird die Schmerzgrenze verschoben, alleine Sadistische oder Masochistische Charaktere zur auswahl zu haben macht das Spiel härter, senkt die moralischen Hemmungen usw.
Das wichtige an Rollenspiel mit heiklen Themen finde ich, dass sich alle Spieler vorher bewusst sind, was auf dich zukommt. Wenn man davon überrascht wird mag das vielleicht bei vielen ein "woah" und das überrumpelte Gefühl auslösen, aber es gibt eben auch viele, die das nicht ganz so toll sehen.
zB bei Toms erstem Post: Manchen ... "strangen" Köpfen (ich zähle mich auch dazu) gibt eine solche Situation wie die mit dem Troll einen guten aufhänger für Charakterweiterentwicklung, ich weiß net... ich zB würde total den Hass schieben, versuchen Rache an dem Troll zu üben und ab jetzt voll die Panik schieben wann immer ich einen Troll treffe. Mit der Situation der Vergewaltigung selbst würde ich mich persönlich überhaupt nicht angegrifen fühlen.
Aber da gibt es eben auch andere Leute, ich kenne Spieler, denen geht es gegen Religiöse Grundsätze ein Endzeit-Setting zu spielen. Als ich einmal damit ankam, eine Vampire Runde zu Jesu Lebzeiten zu spielen, mit epischer Kreuzigung, den Zweifeln Jesu am Kreuz und so weiter, da hab ich auch gleich bemerkt, dass das nicht jedermanns Sache ist. Solange das aber vorher klar ist, ist das kein Problem, dann werden solche Themen eben nicht behandelt oder ich such mir andere Spieler.
gruß Alex
Gespeichert
oldboy
Kliomant(in)
Geschlecht:
Beiträge: 266
kleiner junge mit spieltrieb
Re: Wo ist eure Schmerzgrenze?
«
Antworten #12 am:
19 November 2006, 13:47:28 »
Mit ist letztens aufgefallen, dass ich eine ungeheure Angst vor Gruppen habe. Zumindest wenn die gesante Gruppe Sachen tut, die mir gegen den Strich gehen. Da kommt dann so ein Kontrollverlust-Angst-Wasweißich-Mechanismus in mir hoch. Z.B. wenn man mit Leute weggeht, und man dann angemacht wird. Ich würde mich eigentlich nicht auf sowas einlassen, aber wenn dann Leute aus meiner Gruppe anfangen zurück-anzumachen, dann wirds in mir schon komisch. Und wenns dann in Gewalt umschlägt krieg ich die Krise.
Deswegen schockiert mich dieser Knastmord in Siegburg auch so total. Der Typ hatte einfach keine Chance, weil die drei sich gegenseitig angestachelt haben und den als Ausgestoßenen dann letztendlich umgebracht haben. Im Rollenspiel hätt ich sowas vielleicht noch lustig gefunden (ich spiele auch oft moralisch total abgestumpfte Leute - man schaue sich nur den Metzger-Malk an ^^).
Naja
Ich ess mal weiter mein Bananenbrötchen
- und Hostel war wirklich langweilig
Gespeichert
I - to cleanse, to purge, to breach eternity and smother all life.
Seiten: [
1
]
Nach oben
Drucken
« vorheriges
nächstes »
Gehe zu:
Bitte wählen Sie ein Ziel:
-----------------------------
GERÜCHTEKÜCHE
-----------------------------
=> HAUSNEWS
=> BOARDKERN
-----------------------------
UNKNOWN ARMIES
-----------------------------
=> OKKULTES
=> UND ACTION!
=> VERSCHWÖRUNG
=> REFUGIUM
=> SPIELBERICHTE
-----------------------------
CREATIVE CORNER
-----------------------------
=> OFFTOPIC
=> SIDEBOARD
=> SCHREIBWERKSTATT
-----------------------------
OKKULTER UNTERGRUND
-----------------------------
=> EINGEWEIHTE
=> RITUALPLÄTZE
===> STAMMTISCHE
===> CONBERICHTE
=> SPIELERSUCHE
Lade...