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Autor Thema: Das Große Spiel  (Gelesen 3891 mal)
Tom
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« am: 15 Februar 2009, 20:55:04 »

Las Vegas. 3:33 Uhr. Das Telefon klingelt. Am Apparat Maus, mein Kontaktmann zur Mafia in Vegas. Der Transporter ist in 5 Minuten mit dem Killer da. Wir sollen in die Wüste fahren und uns mit Little Man einigen. Mehr als 1 Mio $ stehen uns nicht zur Verfügung. Die Ware muss vor Sonnenaufgang in der Ra Suite im Luxor Hotel übergeben werden, oder der Deal ist hinfallig.

6 Minuten später bin ich, Owen Noone, frisch geschniegelt im weißen Anzug vor der Tür. Draußen wartet bereits mit laufendem Motor, Vincent Barrett– der Transporter. Unser Fahrzeug. 12 Zylinder, Marke BMW, pechschwarz. Auf der Rückbank, Cornell Mitchel der Killer, mit zwei MPs hantierend.

Die Fahrt zum Treffpunkt verläuft schweigsam, ruhig. Irgendwann überholen wir eine Gruppe Motorradfahrer, Rocker, eine Gang die sich Nuke Boys nennt. Keiner von uns drei, weiss worum es geht. Der Koffer mit der Million liegt im Kofferraum, sagt Vincent.

Plötzlich taucht aus dem Nichts ein Motel am High Way auf. Es scheint keiner außer mir bemerkt zu haben. Vince fährt einfach weiter, ich dreh mich um, das Motel ist verschwunden. Vielleicht sollte ich weniger Drogen nehmen. Halluziniere ich etwa? Später werde ich erfahren das es sich bei dem Motel um Das letzte Haus handelt. Ein Haus das immer mal wieder verschwindet und wieder auftaucht.

Abseits der I -95 wartet ein Fahrzeug auf uns, schwarz mit aufgeblendeten Scheinwerfern. Ein Anhänger am Heck. Barrett bringt den BMW in Position, Cornell und Ich steigen aus. Drei Männer, Klone von Mr. Smith aus Matrix erwarten uns. Einer holt aus dem Kofferraum einen altertümlichen Rollstuhl, öffnet die hintere Tür des Taurus und hilft einem gebrechlichen, alten Mann, Little Man, in den Rollstuhl. Kurz wird gefeilscht – 1,1 Mio $ sind zu viel Geld für einen Mann der kurz vor dem Sterben ist. Da ich dem Pfad des Händlers folge, hab ich Glück, bekomme die Gußform der Fat Man für 900.000$. Das Ding ist schwer, dennoch gelingt es uns sie auf das Dach des BMW zu hieven und dort sicher zu befestigen.

Die Drillinge und Little Man sind in der Zwischenzeit verschwunden. Wir fahren auch zurück, zurück nach Vegas. Wie aus dem nichts tauchen die Nuke Boys neben uns auf. Einer lächelt freundlich rüber um gleich darauf wie aus dem nichts mit einer Schrotflinte auf uns zu zielen. Mit einem gelungenem Fahrmanöver setzt ihn Vincent mit Hilfe der aufgerissenen Fahrertür außer Gefecht. Zwei weitere werden von Mitchel kaltblütig durch die Heckscheibe erschossen. EinVierter fliegt uns durch die Windschutzscheibe und versaut meinen Anzug. Da ich so meinem Kunden nicht unter die Augen treten will, bitte ich Vince an der nächsten Raststation anzuhalten. Ich muss mir Hosenträger kaufen, will aussehen wie Michael Douglas in Wall Street. An der Kasse steht ein unangenehmer Zeitgenosse hinter mir. Hat eine Hakenhand und mustert mich. Draußen, ein weiteres Fahrzeug, am Steuer ein Tätowierter, hinten eine gutaussehende, dunkelhaarige Tussi. Wir warten ob der Wagen losfährt. Da die Zeit drängt müssen wir weiter. Wie erwartet folgt uns das andere Fahrzeug, die Verfolgung beginnt. Erneut taucht aus dem Nichts ein Fahrzeug auf, ein Tanklaster der quer zur Straße steht und diese versperrt. Der Fahrer des LKW schwört das er vor 1 Minute noch auf der Route 66 unterwegs war. Erneut zeigen sich die fahrerischen Qualitäten von Vincent. Zentimetergenau zirkelt er den schweren 12 Zylinder zwischen Leitplanke und Heck des Hängers hindurch. Danach ist die Straße dicht.

Zurück in der Stadt fahren wir direkt zum Luxor, rein in die Tiefgarage und dort mit dem Lastenaufzug in den 16. Stock. Suite 1601. Die Fat Boy immer im Schlepptau. Oben angekommen fällt uns eine Bedienstete auf die mit dem Wagen den Gang entlang fährt. Ihre Schuhe verraten sie, Bullenschuhe. Wieder hat Barrett den richtigen Blick. Rein in das Zimmer. Drinnen erwarten uns einige Memorabiliasammler, in Uniform und mit Orden behängt. Alle im Alter von Little Man. Die Tür wird aufgestossen, alles geht ganz schnell, Bundesbeamte stürmen das Zimmer, FBI, DEA, wer auch immer. Wir verschwinden über die Nottreppe nach unten. Vince bringt mich heim, danach Cornell. Der BMW ist Schrott und wird entsorgt. Die Sonne geht auf.

Ich dusche, rasiere mich und ziehe einen neuen, weißen Anzug an. Danach mach ich mich auf den Weg in meinen Laden. Noone’s. Sonst nichts. Pünktlich um 9 am sperre ich auf, keine 5 Minuten später steht ein Punk im Laden, fuchtelt mit einer Kiste vor meinen Augen rum und will dafür und für das darin enthaltene Tarot 2000$. Denn Sie sind hinter ihm her und er muss verschwinden. Wir machen einen Deal, der Punk, mit Namen Marvin und Ich. 500 $ und eine kostenlose Fahrt zum Flughafen. An der Ecke Las Vegas Boulevard / Flamingo Road wird ihn Vincent barett abholen. Kaum ist der Punk aus dem Laden, kommt ein Fax von Maus. Er sucht das Covaci-Tarot, auch als Tarot der Götter bekannt,  die Bezahlung ist horrend, es gibt nur 2 Bedingungen. Schau nie die Karten an und töte jeden der das gemacht hat. Doof gelaufen, ersteres hab ich schon gemacht. Vor meinem Auge ist der Ritter verschwommen und zum GI geworden. Die anderen Karten waren auch nicht besser. Egal, ich kann den Punk töten lassen. Der Griff zum Telefon geschieht automatisch, kleine Planänderung, Vince soll vorher Cornell abholen und Marvin in die Wüste bringen. Kaltmachen.

Nachdem das erledigt ist, betritt der nächste Kunde den Laden. Langes, fettiges Haar, unrasiert, eine Augenklappe und mit einer Hakenhand klopft er auf die Theke. Grinst mich an. Reicht mir ein Polaroid rüber. Das Bild zeigt eine Blutlache in der eine Tarotkarte schwimmt. Ich kenne die Karte gut. Es ist der GI Ritter. Er will dieses Tarotspiel haben. Ich kann nicht dienen. Er gibt mir seine Visitenkarte: Eine Pyramide die ein allsehendes Auge ziert, darunter steht: Uriah und die Neuen Sucher. NI – New Inquisition, die Schläger von Alex Abel. Es wird interessant, die Spielfiguren sind aufgestellt. Meint noch ob wir uns nicht schon mal begegnet sind. Ich verneine. Er verlässt den Laden. Draußen wartet ein dunkler Wagen. Der Tätowierte am Steuer, die gutaussehende, dunkelhaarige Tussi sitzt hinten.

Ich schließe den Laden und rufe Vince an. Sie sollen Marvin doch nicht töten und wir machen einen Treffpunkt aus, ein Motel in der Wüste. Die beiden sind nun restlos verwirrt und verstehen mich nicht mehr.

Als ich endlich bei dem Motel ankomme, sind sie verschwunden. Eine tote, alte Frau, liegt hinter dem Tresen. Überall ist Blut. Vincent unterrichtet mich, das die Alte im Hotel Cornell angeschossen hat. Sie wären jetzt bei dem deutschen Arzt Dr. M. im nahegelegenen Trailerpark und würden dort auf eine Erklärung meinerseits warten.

Im Wohnwagen erwarten mich der jammernde Killer, ein aufgebrachter Vince, Dr. M., seine vollbusige, blonde Gehilfin Eva und Marvin. Auf meine Frage was sich zugetragen hat, wieso sie Kupferkabel als Blitzableiter an den Schuhen tragen und warum der Truck von Vincent über und über mit seltsamen Kritzeleien bedeckt ist und Spielkarten an den Reifen kleben, bekomme ich keine wirklich zufriedenstellende Antwort. Nach meinem Töten und doch nicht töten Auftrag sind die beiden mit Marvin ins Hotel gefahren. Beim einchecken zieht die Alte plötzliche eine Schrotflinte und schiesst auf Joe. Dumm gelaufen. Bauchschuß. Marvin hat nur was von Dämonen gemurmelt. Genau wie der Typ in dem Hummer. Fuhr auf der I-95 neben ihnen. Lachte freundlich rüber, verdrehte die Augen so das nur noch das Weiße darin zu sehen war. Versuchte dann bei 70 Meilen aus seinen Hummer auf den Truck zu klettern, dumm gelaufen.  Keine Ahnung was dann passiert ist, aber die Alte war tot und die drei flüchteten zu Dr. M.

Weil ich ein großes Herz hab, laß ich Marvin laufen, mein Kumpel Tom Anderland bringt ihn mit dem Hubschrauber noch zum Flughafen. Wie er mir später erzählen wird hat der Punk wie aus dem Nichts ein Skateboard hervorgezaubert und nur gemurmelt, ich darf die Füße nicht mehr auf die Erde setzen, sie haben meine Spur…

Viel konnte Marvin auch nicht zur Aufklärung beitragen, das Tarot hätte er der Crowley Gesellschaft gestohlen, jetzt wären wohl einige Fraktionen hinter ihm her und er müsse dringend das Land verlassen. Der übliche Kram eben. Und Cornell jammert rum, ein Auftrag ist ihm durch die Lappen gegangen. Wegen mir. Selber schuld, wenn er sich von einer Omi über den Haufen schießen lässt. Außerdem soll er eh froh sein, das er den Auftrag nicht angenommen hat. Er hätte eh nur den Wunderheiler erschiessen müssen, zu dessen Show ihn seine Schwester mitgeschleppt hätte. Wer kann schon an 2 Orten zur gleichen Zeit sein. Er nicht. Ich nicht. Und man erschießt nicht die letzte Hoffnung seiner eigenen Schwester. Obwohl, Job ist Job.

Und es geht um das Große Spiel. Man kann alles setzen. Eine Woche lang. Der Weinerliche wird wohl den Krebs seiner totkranken Schwester als Einsatz in den Ring werfen. Der Transporter, wer weiß? Und ich? Nichts. Nicht in diesem Leben, denn ich hab das Covaci Tarot und werde es an den meistbietenden verkaufen…

Anmerkung: Der obige Text ist die Mitschrift unserer aktuellen Spielrunde. SL und Mann mit den verrückten Ideen ist Tim. Ich hingegen versuche mich mehr schlecht als recht als Autor.

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« Antworten #1 am: 16 Februar 2009, 09:07:30 »

NICE!  Smiley

Habe bereits den Kaffeegeruch der fast leeren Tasse in der Nase gespürt...

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Tom
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« Antworten #2 am: 16 Februar 2009, 11:19:17 »

Freut mich das es gefällt.  Grin
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« Antworten #3 am: 04 März 2009, 08:24:55 »

Und weiter geht es mit dem 2. Abend:

Kaum ist Cornell zu Hause und packt seine letzten Sachen, sind von draußen Sirenen zu hören. Ein kurzer Blick aus dem Fenster zeigt ein anrückendes SWAT Team. In der Annahme der Besuch gälte ihm, macht er noch schnell seine vorher bereits deponierte Bombe scharf, packt seine Sachen und flüchtet über die Feuerleiter nach oben aufs Dach des 10-stöckigen Gebäudes. Während der Gedenksekunde die Mitchell braucht um zu überlegen wie er fliehen möchte, schaltet sich der Fernseher von alleine ein und die Anfangsszene von Sin City ist zu sehen. Oben auf dem Dach geht im gleichen Moment die Tür des Treppenhauses auf und ein über und über mit Tribals bemalter Inka im Vogelkostüm und einem Obsidiandolch in der rechten Hand, stürzt heraus. Auf die Frage wer er ist oder was der seltsame Auftritt soll, meint er nur: Kein Stress Mann, Quetzcoatl ist mit mir. Mit diesen Worten springt er vom Dach und macht eine unschöne Bauchlandung.

Im nächsten Moment treffen die ersten Polizisten auf dem Dach ein und sehen sich um. Außer einem Liegestuhl und Cornell ist nichts zu sehen. Dieser nickt nur mit dem Kopf, zeigt nach unten, als eine Explosion im 7. Stock die Stille zerreisst und für Verwirrung sorgt. Der Killer nutzt seine Chance und flieht. Tja eigentlich wollten die Jungs in den Kampfanzügen nur den Vogelmann. Jetzt sind sie ab sofort auch hinter ihm her.

Zur gleichen Zeit bekommt Vince einen Anruf von einem Unbekannten, der sich als Crash Monkey vorstellt. Im Hip Hop Stil trägt er dem Transporter sein Angebot vor. Wenn er, Vince gegen Crash Monkey und die Bruderschaft fahren würde und es bringt, dann könne er am großen Spiel teilnehmen. Den Rückruf erspart sich Barrett.

Der zweite Anruf ist da interessanter, ein gewisser Lance möchte morgen gegen 8:30am am Lake Mead abgeholt und nach Las Vegas gebracht werden. Weiterhin braucht er einen Fahrer, der ihm während der kommenden Woche zur Verfügung steht. Da kein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung steht, ruft Vincent seinen Kontakt an und bittet ihm, ein neues Auto zur Verfügung zu stellen. [Hier Name des Kontakts eingeben] zeigt sich erfreut und verweist Vincent an eine Adresse die Repo Cars vertickt. Dort angekommen wartet ein pinkfarbener Chevrolet, Baujahr 71 auf ihn. Besser bekannt als das Juice Mobil, das einst einem berühmten, weiblichen Pornostar gehörte. Tja Vince, das ist der Anfang vom Ende. Im übrigen scheinen die Frauen auf das Auto zu stehen, jedenfalls bekommt Vince von einer Blondine die neben ihm an der Ampel steht neben einem Kußmund auch ihre Visitenkarte (Leila, Actress, (702) 862-7800) zugeworfen.

Für mich ist es ein ruhiger Abend, für den nächsten Tag hat mir Maus nur einen Job vermittelt. Ich soll um Punk Neun Uhr im Konferenzsaal des Luxor Hotel sein. Dort würde eine Gruppe von Spezialisten auf mich warten die sich auf der Suche nach dem Tarot befinden und die ich anleiten soll. Ein einfacher Job.

Diese Spezialisten entpuppen sich als die puritanische IRA Killerin Agnes, eine Frau Anfang 40 mit eiskalten Augen, so kalten Augen wie ich sie noch nie bei einem Menschen gesehen hab. Mich schaudert, den Gebrüdern, 4 Russen die sich als Man in Black verkleidet haben und dem Fahrgast von Vincent. Lance.

Anfang 30, etwas über 1,70m groß, zahlreiche Narben, massiver Körperbau. Vince wird mir später erzählen das Lance ein sehr merkwürdiger Mensch ist. Pünktlich wurde er am Lake Mead erwartet, sein Fahrgast lehnte an einem VW Bus im Hippie Stil. Beim aussteigen ist ihm gleich der metallische Geruch von Blut in die Nase geschossen und eine nicht näher definierte Flüssigkeit tropfte aus dem Inneren des VW. Auf dem Dach hatten sich Krähen und andere Insekten versammelt. Schnell die beiden großen Koffer im Juicemobil verstaut und ab nach Las Vegas. Während der Fahrt stellte Lance Vince einige Fragen, u. a. nach seinem Lieblingsfim, erzählte das er auf der Suche nach dem Gral nach Las Vegas gekommen wäre und ließ sich ins Luxor fahren.

Ich mag keine Überraschungen und die erste des Tages war, das ich vor einem Haufen Killer stand, die – unwissentlich – auf mich angesetzt waren. Sie alle sollten für ihren Auftraggeber töten und das Tarot der Götter besorgen. Ein wenig Zeit erkaufe ich mir dadurch das ich Agnes und die Gebrüder auf die Spur von Uriah und die Neue Inquisition lenke. Lance durchschaut das ganze scheinbar mühelos, erzählt ganz nebenbei von einem Film den er gesehen hat, in dem es auch darum geht das letztendlich der Auftraggeber der ist, den die Killer töten müssen. Ich lächle, zeige mein bestes Verkäufergesicht und betone wie wenig ich fürs Kino übrig hab und löse die Versammlung auf.

Der anschließende Versuch mir die Koffer von Vince neuen Auftraggeber näher anzusehen scheitert daran das ich den Wagen erst in der Tiefgarage des Hotels suchen muss. Ich seh nur noch die Rücklichter des Juicemobils.

Im Radio kommt die Nachricht das heute morgen eine vierköpfige Familie tot in ihrem Campingbus am Ufer des Lake Mead aufgefunden wurde. Die Polizei vermutet, das der Serienmörder, den sie einfach den Herzensbrecher nennen, für die Tat verantwortlich ist.

Indessen hat auch ein Xavier Rabanov angerufen. Hat gehört das ich so ziemlich alles besorgen kann. Er schickt mir eine Mail deren Anhang zum größten Teil aus irgendwelchen Bauteilen besteht die mir unbekannt sind. Ich vermute etwas militärisches. Für eine Überprüfung fehlt mir die Zeit, Mr. Rabanov muss ein wenig warten.

Einer Eingebung folgend fahre ich nach Hause und buche Mitchell, er soll mir als Leibwächter dienen. Dumm gelaufen, denn er ist wieder im Geschäft und hat heute Abend eine zweite Chance, Dr. Paracelsius zu töten. Okay die paar Stunden werde ich auch ohne Schutz überleben. Einer Eingebung folgend fahre ich zum Busbahnhof und hole das Tarot aus dem Busschließfach. Auf der Fahrt dorthin komme ich am Excalibur vorbei. Ein Werbeplakat macht mich darauf aufmerksam das dort der zeit eine Veranstaltung der Society for Creative Anachronism, Inc. kurz SCA ist. Es dreht sich alles um das Thema, König Arthur und dem echten Excalibur. Wieder zurück fühle ich mich ein wenig sicherer, Cornell ist jetzt auch im Haus. Ich sperre mich im Wohnzimmer ein und öffne das Kästchen. Sofort bildet sich Rauhreif auf den Fenstern zur Terasse, innen. Die Temperatur ist um 20 Grad gefallen, mein Atem kommt als Wölckchen heraus. Die gleiche Eingebung die mich das Tarot holen ließ, verhindert auch das ich mir die Zukunft lege und eine Frage stelle. Ich hab Schiß vor der Antwort. Beim zurücklegen der Karten in das Kästchen fällt mir eine davon herunter. Es ist der Henker. Agnes mit einem Scharfschützengewehr. Schnell durchsuche ich das Deck nach dem Ritter, puh Lance ist es nicht. Ich wage nicht nach dem Tod zu sehen.

Zu diesem Zeitpunkt mache ich dann einen Fehler denn ich später bereuen werde. Ich stelle das Tarot bei Ebay ein, Anfangsgebot 1$, Abholung in San Francisco. Ein paar Stunden später steht das Gebot bei 2,3 Mio $. Wieder fahre ich zum Busbahnhof, deponiere das Spiel der Götter erneut in einem Schließfach und werfe denn Schlüssel in den Lake Mead.

Zum dritten Mal an diesem Tag daheim ist mir das Glück nicht hold. Maus ruft mich an, er hat gerade bei Ebay das Tarot entdeckt. Er gibt mir die Nummer eines Hackers, Harry. Ich soll ihn aufsuchen und rausfinden wer für die Auktion verantwortlich ist. Bevor ich Mitchell instruieren kann, zu Harry zu fahren und ihn für immer zum Schweigen zu bringen, ist Uriah am Telefon. Freundlich aber bestimmt fragt er nach, wegen dem Tarot. Ich verneine, lüge, winde mich und erkaufe mir wertvolle Zeit. Bis Cornell endlich losfährt ist bereits wertvolle Zeit vergangen. Im Keller leere ich den Tresor, nehme einige zehntausend Dollar bares mit und mach mich auf den Weg in die Wüste zu Dr. M. Es wird Zeit unterzutauchen.

In the Meantime sind auch Lance und Vincent zu Harry unterwegs. Im Las Vegas Media Center wird Hr. Lot auch sofort zu Harry vorgelassen. Harry entpuppt sich als vollkommen durchgeknallter Medienjunkie der vor einem wandfüllenden Bildschirm sitzt, online ein Fantasygame am zocken ist, nebenbei versucht eine unendliche Anzahl an News in seinem Hirn zu speichern, während er gleichzeitig mit Lance spricht. Mitchell kommt 5 Minuten zu spät. Lance spricht bereits mit Harry der ihm mitteilt, das ich das Tarot bei Ebay eingestellt hat. [Keine Ahnung was danach passiert ist. Hier lassen mich sowohl meine Aufzeichnungen als auch mein Gedächtnis im Stich]

Ich bin bereits in der Nähe des Trailerparks als mein Handy erneut klingelt. Lance ist am Telefon. Unverblümt spricht er mich auf das Tarot an. Er weiß das es in meinem Besitz ist. Ich drück ihn weg, wende meinen Cadillac auf der I-95 und rase zurück in die Stadt. Mein Ziel ist das Hotel Fortuna in dem das Große Spiel stattfinden soll. Mein Gefühl sagt mir das ich dort sicher bin. Vorerst jedenfalls. Bei meinem Glück war aber klar das ich es nicht unbeschadet in die Stadt schaffe. Kurz vor dem Strip lande ich im Stau. Es kommt wie es kommen muss, neben mir sind drei Motorradfahrer. Nuke Boys. Mir bleibt nur eine Wahl, ausbrechen und über den Standstreifen an den anderen vorbei. Bei dem waghalsigen Manöver kollidiere ich mit einem BMW, dessen Fahrer erbost die Verfolgung aufnimmt. Da sich mein fahrerisches Können in keinem Fall mit dem von Vincent messen kann, kommt es zu einem Unfall zwischen dem BMW und mir. In Bruchteilen von Sekunden explodiert der Airbag förmlich vor meinen Augen Das letzte was ich sehe sind drei Rocker die näher kommen, mit Ketten und Eisenstangen in der Hand.

Ein Motorengeräusch reisst mich aus der Lethargie, ein großer schwarzer SUV hat das vermeintliche Rennen zwischen dem BMW und mir als Herausforderung aufgefasst. Er startet durch und hält direkt auf die Nuke Boys zu. Ohne zu zögern überfährt er die Motorräder und rammt die Biker. Irgendwie hab ich so ein Gefühl das mir Crash Monkey gerade das Leben gerettet hat. In der Ferne heulen die Sirenen. Ich ziehe den bewußtlosen Fahrer aus seinem BMW, setze mich ans Steuer und flüchte Richtung Vegas. Wie schön die Stadt abends beleuchtet ist, rot und blau. Über mir ein Polizeihubschrauber. Vor mir eine Straßensperre. Okay die letzten Meter sollte ich zu Fuss gehen. Mit einem gewagten Manöver breche ich nach rechts aus und durchbreche die Schranke zu einer Hotelgarage. Von der Garage rauf in die Lobby, raus zum Hotel und ab ins nächste Taxi. Wie es der Zufall wlll entsteigen dem Taxi vor mir die Gebrüder. Ich höre sie noch kurz miteinander reden. Sie sollen einen gewissen Owen Noone töten. Danke. Ich mag euch. Dem Taxifahrer geb ich Anweisung mich ins Hotel Fortuna zu fahren. Der sieht mich ein wenig verblüfft an, bin ich doch gerade aus besagtem Hotel gekommen. Für 100$ hält er mich wenigstens für einen Exzentriker und bringt mich zum Hintereingang. Gute Wahl, denn die Gebrüder haben sich mit einen Drink in der Lobby postiert und überwachen den Eingang. Am entferntesten Check-In checke ich als Mr. Lot ein. Dumm nur das das Zimmer, respektive die Gralssuite bereits bezahlt ist. Nun ja mit dem Alter wird man vergesslich, die freundliche Dame überreicht mir einen mittelalterlich anmutenden Zimmerschlüssel. Vorsichtshalber ziehe ich mich in das Casino im 3. Stock zurück. An den einarmigen Banditen fällt mir ein Hippiemädchen auf, ein Schmetterling schwirrt um ihren Kopf. Das Mädchen ist cool, sagt ein paar kindische Abzählreime auf und gewinnt einige hundert Dollar. Nicht schlecht, ich bin beeindruckt und lade sie auf einen Trink an der Bar ein. Sie erzählt mir ihre halbe Lebensgeschichte, irgendwas von ihrer Freundin Jenny und ihrem Lover. Ich nicke und höre nicht zu. Von links klopft es mir auf die Schulter, Vince hat mich gefunden. War auch nicht schwer, mein Gesicht war schließlich im Fernsehen. Als ich das erste Mal aus der Garage des Fortunas kam. Eine Reporterin fragte mich nach meiner Meinung was ich davon halte, das die Bruderschaft des zähflüssigen Verkehrs von Los Angeles jetzt auch Las Vegas terrorisiert. Kein Kommentar.

 In dem Moment kommt einer der Gebrüder an die Bar, Nachschub holen für seine Brüder im Foyer. Dann geht alles ganz schnell, er sieht mich, das Hippiemädchen kippt ihm dem Drink ins Gesicht und setzt ihn mit einem Fußschlag ko. Danach entschuldigt sie sich das ihr sowas öfter passiert und verschwindet auf dem Klo. Vince und ich wechseln in die Palm Beach Bar im Erdgeschoss.

Später trifft auch Cornell ein. Er hatte einen angenehmen Abend mit seiner Schwester und Dr. Paracelsus verbracht. Wegen der üblichen Gewissensbisse hat er den Doc dann doch nicht umgebracht. Wohl weil der ihm verraten hat, wer seine Schwester heilen kann. Der Freak, das Monstrum, eine Wesenheit bei der sich Ketten und Haken ins Fleisch bohren. Ständige Pein. Ständiger Schmerz. Nun der Freak wäre jedenfalls in der Lage Cornells Schwester einfach die Lunge aus dem Leib zu reissen, damit eine neue gesunde nachwachsen kann. Ist so schmerzhaft wie es sich anhört. Der soll auch ins Hotel Fortuna kommen, will wohl auch beim Großen Spiel mitmachen. In dem Lokal gab es wohl auch einen kleinen Aufruhr, ein gewisser Xavier Rabanov war mit einer brasilianischen Schönheit wohl der Ehrengast des Abends. Lt. Presse handelt es sich bei R. um einen der führenden Wissenschaftler und Forscher für alternative Energie. Nun eine Atombombe gibt auch Energie ab. Fällt mir da so ein, Lance hat sowas erwähnt als wir uns zum erstmal gesehen haben. Nicht das mit der Energie, sondern das mit der Atombombe die jemand abhanden kam. Nebenbei sind Mitchell auch die Cops auf den Fersen, eh klar, zufällig war der Chief der SWAT Einheit die ihn am Vortag einen Besuch abgestattet haben auch in dem Lokal. Dabei erging der dezente Hinweis er möge die Stadt nicht verlassen und sich morgen auf dem Revier melden. Zeugenbefragung. Aber vorher hat Cornell einen neuen Auftrag. Ziel: Ich. Wie nett, ich bescheide ihm aber das er sich bitte hinten anstellen möchte. Vorher wären da noch Lance Lot, die Gebrüder und Agnes an der Reihe. Immerhin darf ich mir aussuchen wie ich sterbe. Wir kennen uns halt. Ich wähle Kennedylike. Von hinten in den Kopf. Auf der Straße.

Ein Telefonat später weiss dann auch Lance das ich hier bin. Zusammen mit den Gebrüdern treffen wir uns alle im Palm Beach. Wir pokern ein bischen mit Worten und ich liege richtig mit der Bestätigung das hier quasi Elysium ist und ich sicher bin. Wir kommen schnell zu den geschäftlichen Dingen, der alte Trick mit nur 1x das Tarot legen dann lass ich dich in Ruhe ist gut, aber ich falle nicht drauf rein. Könnte ja sein das es dann seine Macht verliert. Nene nicht mit mir mein Freund.

Übrigens hatte Vincent auch noch eine nette Begegnung. Als er seinen Auftraggeber zum Hotel Fortuna gefahren hat, waren davor auch ein paar Filmschaffende und die üblichen halbnackten Starlets. Einer der Regisseure war ganz angetan von dem rosa Juicemobil. Hat Vince doch glatt seine Karte zugesteckt, nachdem er sich versichern ließ das es das Original Pornomobil ist. Murmelte was von: Die ganze Sekte ist hinter dem Auto her. Yeah es gibt jede Menge Bekloppter auf dieser Welt.

Eine Brünette in einem Abendkleid aus Münzen, die mir vorher schon aufgefallen ist, gesellt sich zu uns. Fortuna. Bingo. Was für eine Frau. Ihr Spiel ihre Regeln, klärt sie uns auf. Wir sollen brav sein und keinen Ärger machen. So nebenbei erfahren wir das der Freak / das Monstrum wohl der verrückteste, brutalste und durchgeknallteste Serienkiller aller Zeiten ist. Demzufolge ist Lance harmlos wie ein Kaninchen. Und Fortuna ist rachsüchtig, aber richtig. Würde sie doch den Freak nichtmal auf ihren ärgsten Feind hetzen, wenn sie ihn nicht bereits selbst umgebracht hätte. Und seine Kinder, Nachfahren, Vorfahren, die gesamte Familie und alle die ihn im Kindergarten geküsst haben.

Lance bittet kurz darum sich mit den Gebrüdern auf die Toilette zurück zu ziehen. Kurzes Gespräch. Ich hab nichts dagegen. Kurze Zeit später kommt er wieder zurück. Leckt sich Blut von der Hand. Meint nur das alles okay ist. Bevor er auf seine Suite geht, bittet er Vince darum, sich den großen Koffer aus seiner Suite zu holen und die Toilette zu reinigen. Sieht ekelhaft aus. Wie wenn ein Tier über die Gebrüder hergefallen wäre. Na ja Vincent macht sich ans Werk, denkt nur an den Job. Schlüpft in den Overall und beseitigt die Sauerei. Mietet sich einen Lieferwagen und fährt damit zum Hoover Staudamm. Nur der Page schaut ein wenig verwirrt, als er ihm beim einladen des Koffers hilft und es von innen klopft. Nichts was man nicht mit Geld aus der Welt schaffen kann. Kaum sind die Jungs im See versenkt geht es auch richtig los. Vince setzt sich wieder ans Steuer als eine Hand nach ihm greift. Einer der Gebrüder sitzt neben ihm. Sieht aus wie ein Zombie. Vince legt eine Vollbremsung hin und der Russe zerplatzt wie eine reife Tomate. Der Wagen ist versaut. Innen, im Laderaum, überall. Blut, Hirn, Eingeweide, alles verstreut. Nun Vince hat Erfahrung im reinigen von Fahrzeugen, er bekommt das auch hin.

Irgendwann in dem ganzen Durcheinander hat Cornell auch seine todkranke Schwester angerufen, die war ob der Tatsache das es mitten in der Nacht ist, nicht begeistert, ist aber dann doch ins Casino gekommen. Leider war die Aussprache nicht so wie erhofft. Jedenfalls scheint sie nicht an das Große Spiel zu glauben und auch nicht an jemand wie das Monstrum, das sie heilen könnte, wenn sie nur wollte. Manchmal müssen wir alle der Wahrheit ins Auge sehen.

Noch lebe ich. Wenn es mir jetzt gelingt den Gral zu finden, den Krebs an das Monstrum zu verhökern, das Tarot an den Meistbietenden zu verkaufen und gleichzeitig am Leben zu bleiben, dann hab ich mein Ziel erreicht. Ich werde zum Gottläufer des Händlers.

Das ganze klingt so als hätten die anderen zwei Mitspieler wenig zu tun gehabt. Das stimmt natürlich nicht, die Nacherzählung der Geschichte erfolgt verständlicherweise aus Owens Sicht. Letztlich hatten wir alle drei sehr viel Spass und jede Menge filmreifer Szenen.

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« Antworten #4 am: 05 März 2009, 23:19:42 »

du willst das gar nicht überleben, oder? Grin

auf jeden fall crazy shit, viel spass beim nächsten mal!
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« Antworten #5 am: 06 März 2009, 08:25:06 »

Doch doch im will meinen Kopf schon aus der Schlinge ziehen.  Grin
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« Antworten #6 am: 15 März 2009, 11:27:32 »

link mit dazugehörigem Video ist für euch bzw deinen SL vielleicht ganz interessant.

edit: dat hier gehört auch noch dazu
« Letzte Änderung: 15 März 2009, 11:36:13 von oldboy » Gespeichert

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« Antworten #7 am: 15 März 2009, 16:10:19 »

Super. Danke.  Grin
« Letzte Änderung: 15 März 2009, 16:13:48 von Tom » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 27 April 2009, 08:51:54 »

Und wieder haben wir einen schönen UA Abend verbracht. Der war weniger actionreich als die beiden vorherigen, dafür hatten wir ein mehr an Entscheidungen zu treffen, die unser aller Zukunft verändert haben.

Aber fangen wir von vorne an. Gegen 4 Uhr morgens sitzen wir noch auf einen Absacker an der Bar, als eine der mexikanischen Putzfrauen schreiend nach unten gelaufen kommt, wir verstehen nur 2 Worte. Desierto und Sol. Wüste und Sonne. Neugierig mache ich mich auf den Weg nach oben, mir auf den Fersen, Mitchel. Der Putzwagen weist uns den Weg. Vor dem Zimmer, im Gang liegt ein wenig Sand. Ich guck hindurch, eine Wüste soweit das Auge reicht, am Himmel eine große Sonne. Es ist zwar vieles möglich aber das ist doch was anderes. Meine Neugier ist geweckt und ich betrete das „Zimmer“. Cornell immer hinter mir her. Wir finden uns in einer Umgebung wieder die stark an Los Alamos nach dem Atombombentest erinnert. In der Ferne ist ein Dorf auszumachen das sich bei erreichen als Attrappe entpuppt. Überall stehen Statuen umher, fast alle haben sie Militäruniform wie sie in den 50er Jahren modern war. Alles ist sehr ruhig, ein Geruch von Verwesung und Tod hängt in der Luft. Aus den Augenwinkeln bemerke ich dass die Statuen sich bewegen. Alle blicken sie in die Richtung aus der der Gestank her weht. Neugierig mache ich ein paar Schritte darauf zu, als ein, wie ein, Mormone gekleideter Mann mir entgegen stolpert. Sein Anzug zerrissen, der Körper von Wunden übersät. Bevor ich ihm helfen kann, tauchen ein paar alptraumhafte Kreaturen auf. Nur aus einem verbrannten (Ober)Körper bestehend, umwickelt mit Stacheldraht, kriegen sie durch den Sand, auf den Unglücklichen zu. Ketten mit Stacheldraht umwickelt dienen ihnen als Waffe. Die Statuen scheinen uns ebenfalls in die Richtung der Wesen drängen zu wollen. Bevor ich den Hilflosen erreiche, erwischt ihn einer der Verbrannten. Mit letzter Kraft gelingt es ihm, mir eine Visitenkarte zuzustecken, dann wird er von mir weggezogen. Derweilen haben mich andere gefährlich eingekreist und nur dank eines gezielten Schuss von Mitchel komme ich, panisch aber mit dem Leben davon. Wir stürzen durch die Zimmertür auf den Gang des Hotels, in die Arme des Concierge und zweier Leute vom Wachschutz. Nachdem die Tür hinter uns zugeschlagen wird, versuche ich dem verunsicherten Hotelangestellten noch ein paar Details zu entlocken, aber mehr als das das Erscheinen des Zimmers großes Unglück ankündigt, kann oder will er mir nicht sagen. Ja es passiert öfter, das letzte Mal vor sechs Jahren und nein, es ist immer ein anderes Zimmer.

Auch für uns wird es an der Zeit ein Zimmer zu beziehen um endlich auszuschlafen. Morgen bzw. eigentlich Heute, beginnt das große Spiel, Punkt 19:00 Uhr. Das einzige Zimmer das frei ist, ist wie nicht anders zu erwarten, das in dem wir gerade waren. Diesmal ist es zum Glück nur ein Hotelzimmer mit Kingsize Bett. Wir witzeln noch ein wenig rum, Hey Mitch eigentlich fange ich nichts mit Jungs an, die Antwort von ihm war Und ich nehme mir nie Arbeit mit ins Bett. Während ich noch schnell dusche, erschießt Mitch einen mutierten Skorpion der unter dem Bett hervorgekrochen kommt. Gute 40cm lang. Ich glaub ich will nie mehr in die Wüste und das in Las Vegas. Aber außer Sand ist nichts mehr unter dem Bett.

Beim verspäteten Frühstück treffen wir auf Vincent. Der hat gerade einen Deal klar ge-macht und versucht das Pornomobil an den Produzenten Mark Boone für 270.000$ zu verkaufen. 20K würden ihm gehören. Wir klären ihn kurz auf was Sache ist und schlen-dern dann rüber in den Conventionbereich. Ich bin gerade im Begriff mir meine Einladung zu holen als mich ein betrunkener alter Sack anrempelt und rumpöbelt. Gewohnheitsmäßig will ich etwas erwidern, dann fällt mir ein dass ich Dirk Allen gegenüber stehe. Dem Autor von Gottes Atombombe und einem der Macher im okkulten Untergrund. Dafür lässt sich eines der beiden Mädels die am Schalter stehen, ein Autogramm von dem Säufer auf die Titten malen. Ist auch noch mächtig stolz drauf die Schlampe. Oh wie weit sind wir heruntergekommen. Sie fand es aber auch lustig dass mein Nachname wie No One klingt.

Zeitgleich taucht Boone auf, checkt die Lage, spricht kurz mit Vincent und holt dann seine Begleitung herein. Dicke Titten, Ausschnitt bis zum Bauchnabel, und der Name, Serena sind irgendwie das einzige das mir in Erinnerung bleiben.

Cornell kommt mit Allen ins Gespräch, zwei Abgestürzte, jeder auf seine Weise, Brüder im Geiste, besaufen sich derweilen gemeinsam. Okay Allen macht sein Gegenüber besoffen, aber hey, lass dich nie mit solchen Leuten ein. Währenddessen geht Vince mit den zwei ins Subdeck 2 wo brav das Juicemobil steht. Serena ist hingerissen und Boone scheint den geforderten Preis zu akzeptieren. Es wäre zu schön um wahr zu sein. Drei Abgesandte der Sekte tauchen auf und melden ebenfalls Interesse an. Zwei Frauen, ein Mann. Nur die die den Heroinchic verkörpert ist gefährlich. Der Transporter hat trotzdem ein wenig Schiss und ruft Cornell an. Der ist mittlerweile besoffen, kommt aber doch irgendwie in die Tiefgarage. Die Parteien giften sich an und es wird klar, hier kann nur ein erfahrener Profi helfen. Mich erreicht der Anruf, ich möge doch ebenfalls nach unten kommen. Am Aufzug fängt mich Vince ab, erklärt kurz die Lage. Kein Problem für mich, wir machen eine kleine Auktion, der Preis liegt bei 300 000$. Den Einwand von Mister Boone das es um 270.000$ verneine ich mit meiner rechten Hand in der ich das Handy halte. Telefonisch hätte ein dritter geboten.

Die Sekte ist nicht in der Lage soviel Geld aufzubringen, dennoch bekommen sie das Auto am Schluss. Glück auf Lebenszeit ist einfach verlockender als das Geld. Serena und Mark sind sauer, wir verabschieden sie freundlich.

Irgendwann zwischen Frühstück und Auktion hab ich auch noch die Nummer auf der Visitenkarte angerufen, gemeldet hat sich eine freundliche, weibliche Stimme die etwas erwähnte von dem Unternehmen. Na ich hab mir einen ihrer Vertreter bestellt und auf die Frage ob ich die Raten kennen würde, mit Ja geantwortet. Was auch immer da auf mich zu kommt.

Nach dem gelungenen Deal mach ich mir Gedanken wie ich 270.000$ auftreibe und Vince macht sich an Fortuna ran. Er will von ihr wissen, wie er Lance los wird. Glücklicherweise will auch unsere Glücksfee das der gute Junge nicht am Großen Spiel teilnimmt. Als alter Spielverderber würde er nämlich einfach die Party sprengen, sich die grüne Colaflasche, Verzeihung, ich meinte natürlich den Heiligen Gral nehmen und wieder gehen. Das widerspricht aber den Regeln des Spiels. Kurz und knapp die beiden werden sich einig. Dafür das Vincent den Ritter außer Gefecht setzt, für die Zeit des Turniers, bekommt er von Fortuna einen Schal mit getrocknetem Blut. Der hat mal James Dean gehört, der ihn ja jetzt nicht mehr braucht. Ihm soll er helfen ein noch besseres Fahrer zu werden. Genauer gesagt wird jeder Unfall den Vince ab sofort verursacht, von dem Unfallgegner absorbiert und sein Wagen hat nicht eine Schramme. Wenn ich schon das ewige Glück hab, will er auch ein Stück vom Kuchen.

Wie es der Zufall will taucht nicht nur ein Vertreter auf sondern derer drei. Sehen aus wie Brüder von dem der in der Wüste verreckt ist. Bingo ich hab den Plan wie wir Lance Lot loswerden und gleichzeitig gewinnen. Den dreien mach ich weiß das Mr. Lot genau der richtige ist, der ihnen die Möglichkeit gibt durch das Tor zu gehen und den gewünschten Ort zu betreten, an dem ihr Kumpel gescheitert ist. Der konnte mir nämlich noch ins Ohr flüstern, das sie mit den Einwohnern verhandeln wollten. Ich bin überzeugend, die Jungs glauben mir, Fortuna organisiert uns den erneuten Zugang (diesmal aber in einem Mafiahotel ins Las Vegas) und als Bezahlung akzeptiere ich 6 Monate in einer Erholungsdomäne. DAS Unternehmen ist sehr großzügig, wenn es darauf ankommt. Drücken mir auch noch ein Taschenbuch in die Hand. My Dream Kingdom von Enterprise Enterprises. Soll mir schon mal eine ruhige Domäne aussuchen die mir gefallen würde. Die drei machen sich dann auch gleich auf den Weg in Lances Suite um ihn für die Operation Colaflasche anzuwerben.

Es beginnt das alte Spiel, die Herren in Schwarz waren unwillig Lance mehr zu erzählen, aber den Köder hat er geschluckt, das sich der Gral in dieser Domäne befinden soll. 1600 Jahre wandeln auf der Erde hinterlassen bei jedem Geist seine Spuren. Vincent wird nach oben gerufen, darf mal wieder drei Koffer entsorgen, so langsam füllt sich der Stausee am Hover Damm mit Leichen. Diesmal nimmt er aber noch Cornell mit. Quasi als Lebensversicherung. Dumm nur das wir vergessen haben ihm von dem Plan zu erzählen.

Halt eines hab ich noch vergessen, beinahe wäre der Plan schief gegangen. Während ich unten in der Halle war in der auch später das Turnier stattfinden sollte, wurde dem derzeitigen Besitzer des Grals selbiger gestohlen. Dumm nur das der Dieb ins stolpern geriet und die Flasche vor meinen Füßen zum stehen kam. Erwähnte ich bereits, das ich lebenslang Glück habe. Just in dem Moment stand dann auch Lancelot hinter mir und wollte wissen was der Verrückte da geschrieen hat. Ich hab was von nicht verstanden gemurmelt und wenn es ihn stören würde, dann soll er ihn halt umbringen. Hat er nicht gemacht, aber den Kiefer gebrochen. Lebenslanges Glück sag ich nur. Tja hätte Vince mal den guten Lot mitgenommen zum verladen der Toten.

Mit drei Leichen im Kofferraum fahren sie durch halb Las Vegas, ich bleib aus gesundheitlichen Gründen doch lieber im Hotel. Der Zeitrahmen ist eng gesteckt und quasi kurz bevor das Tor wieder verschwindet, kommen sie am Hotel an. Wie es halt so ist, steht schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite ein ziviler Überwachungsvan der örtlichen Polizei. Unser Killer kann es nicht lassen, er zwingt zum einen Mitchel das er mit ihm ins Hotel geht, quasi als Rückendeckung und zum anderen erschießt er vorher noch die beiden Polizisten die vorne im Van sitzen. Danach tritt er die Hoteltür auf und schießt auf alles was sich bewegt. Zwischendrin findet er noch immer Zeit für eine kleine Unterhaltung mit Cornell, wann er denn das erstemal jemand getötet hätte, ob es ihm Spaß macht usw. Ja der Gute kommt nicht umhin selbst ein paar Mafiakollegen umzubringen. Am Aufzug erschießt Lance kaltblütig eine unschuldige Frau, tötet dann noch einen weiteren Gast mit der Begründung, der wäre zu dick und der Aufzug dadurch zu langsam. Im zweiten Stock angekommen, geraten die beiden unter Beschuß. Lance zwingt Mitch als lebenden Kugelfang nach vorne. Schwerverletzt, mit einer perforierten Lunge bleibt ihm nichts anderes übrig als vor der Tür zu warten, indessen Lance die Domäne mit den Worten Hier war ich auch noch nie, betritt. Mit letzter Kraft wirft Mitchel die Tür hinter ihm zu und rettet sich über die Feuerleiter nach unten in den wartenden Mercedes. Ob der schweren Verletzung ruft mich Vincent an und fragt um Hilfe. Dr. M. ist zu weit weg, ich beordere die beiden ins Hotel Fortuna, Subdeck 2. Immerhin befindet sich die Colaflasche immer noch in meinem Besitz. Die Hälfte davon gebe ich unserem Killer zu trinken, die andere Hälfte der Flasche (von der ich vorher geschworen hätte, das sie leer war, als ich sie vom Boden aufgehoben hab) schütte ich über seine Wunden. Nach 60 Sekunden und mit Hilfe eines Defibrillators schlägt auch das Herz von Mitchel Cornell wieder. Da sag noch einer mit Cola könnte man keine Toten erwecken.

Zum Dank wird er auch anschließend von einem Arzt auf Fortunas Veranlassung hin wieder richtig zusammengeflickt. Der Hl. Gral scheint einen zwar wiederzubeleben, belässt aber den Körper im Zustand des Todes. Klar wir sind ja hier auch nicht bei Dungeons & Dragons oder dem Herr der Ringe. Das hier ist das wahre Leben.

Der Höhepunkt des Abends war das Pokerturnier. Jeder konnte setzen was er wollte, Vincent hat sich rausgehalten, Mitch nahm an einer interessanten Runde teil. Ein Tätowierter der sich als Lykantroph entpuppte, ein Geschäftsmann der seine Stimmen im Kopf als Einsatz anbot, eine Frau mit Lungenkrebs und ein japanisches Muskelpaket das nur in der Lage war in Reimen zu sprechen, waren seine Mitspieler. Später dann stiegen der Dichter und der Stimmenfreund aus (und behielten ihre Einsätze) und die Frau hatte 2x Krebs und 1x Lykantrophie als Gewinn des Abends. Na es hätte auch schlimmer laufen können. 

Ich machte mit dem Schwarzen Mann den Deal des Abends, meine Fähigkeit auf dem Pfad des Händlers zu wandeln wurde um 8% erhöht und der Händler bekam dafür das Covaci Tarot. Andere Einsätze waren der Gral der für 20.000$ den Besitzer wechselte, nachdem ich ihn seinem früheren Besitzer zurückgegeben hab, der darüber auch sehr dankbar war. Der Geisterdolch von dem man munkelt das ihm Kassandra, die Seherin von Troja zum Opfer fiel, wechselte für 30.000$ den Eigentümer. Die Totenmannkiste, auch bekannt unter dem Namen Krebskiste (eine längliche Schachtel aus Blei, etwa 15cm lang) fand ebenso wie die Tim Thaler Hosen aus Deutschland in denen man angeblich jeden Gegenstand verschwinden lassen kann, wenn er nur in die Hosentaschen passt, ihre Interessenten. Die Kamera des ewigen Lächelns, eine billige japanische Einwegkamera aus Pappe mit der man seine Umgebung für 5 sec einfrieren vermag, ein mechanischer Vogel oder ein Starwarslaserschwert aus Plastik das auch wirklich funktioniert wurden dann schon zu siebenstelligen Summen herumgereicht bzw. beim Turnier als Preis eingesetzt. Texas Hold'em ist halt nicht für jeden was, mit Ausnahme der Gewinner. Den Freak / das Monstrum hab ich nicht gesehen, Dirk Allen erregte sich nur kurz über den Gral, der mit Cola gefüllt ist (was denn auch sonst) und nicht mit Schnaps oder zumindest Bier, hat aber den ganzen Abend an der Bar verbracht.

Die Win-WIn Situation mit dem Schwarzen Mann war nicht das was ich mir als Händler wünsche, also hab ich eine Runde mit gepokert. Mein Einsatz waren 50.000$, gewonnen hab ich am Schluß die Fähigkeit den Zufall ein wenig zu beeinflussen und 200.000$ (spieltechnisch habe ich jetzt Entrophomantie auf 20%). Klar das die restlichen Drinks des Abends auf mich gingen.

Wie immer ist auch diese Nacherzählung nicht genau, sind mir doch Details entfallen und andere Kleinigkeiten wurden aus dramaturgischen Gründen ein wenig abgeändert. (Ich hab mir einfach diesmal weniger Notizen während des Spiels gemacht.) Auch einige Gags sind dem mangelnden Erinnerungsvermögen zum Opfer gefallen. Aber im großen und ganzen hat es sich so zugetragen, wie ich geschrieben habe.

Fragen sie doch einen der dabei war.

Eine schöne Zeit wünsche ich ihnen noch
Ihr Owen Noone
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« Antworten #9 am: 08 Juni 2009, 19:09:11 »

Nachdem das Große Spiel zu Ende war, wollten wir noch einen Blick in die Suite von Lance werfen. Das hineinkommen war nicht schwer, Vince hatte ja noch immer die Codekarte, da er schon öfter als Bote für den Unsterblichen unterwegs war. Die Suite machte einen unbenutzten Eindruck, scheinbar schlief der Killer nie. Während Vince sich das Badezimmer vorknüpfte durchsuchten Cornell und Ich das eigentliche Zimmer. Im Bad muss dann was schief gelaufen sein, jedenfalls sprangen plötzlich die Wasserhähne an und siedend heißes Wasser ergoss sich in Waschbecken, Dusche und Badewanne. Im aufsteigenden Dampf konnte er gerade noch erkennen, dass sich sein Spiegelbild selbstständig macht und ihn angreifen will. Hing wohl irgendwie damit zusammen, das er beim betreten des Bades einige der merkwürdigen Runen verwischt hat, die überall hingezeichnet waren.

Später förderte der Spülkasten dann auch noch eine Überraschung zu Tage, 1 kg Koks mit Asche vermischt, wie ein Selbstversuch ergab. Das Zeug hatte noch verdammte Nebenwirkungen. Kaum das ich aus dem Bad komme, öffnet sich die Zimmertür, ein Typ in einem schlecht sitzenden Anzug und einer abgetragenen Aktentasche kommt herein, setzt sich an den Schreibtisch vor den Spiegel, steckt sich eine Waffe in den Mund und drückt ab. Peng, ich steh dahinter und hab die ganze Sauerei im Gesicht und auf dem Sakko. Blut und Hirn. Rot und Grau. Sehr ansprechend. Zieh ich halt eines von den schlecht sitzenden Hemden und Jacketts von Lance an. Er wird sie so schnell eh nicht brauchen. Verdammt, die Beiden haben nicht das Geringste mitbekommen. Der Tote war so freundlich und hat wenigstens eine Nachricht auf einem Block hinterlassen, Frakturschrift, 4 Buchstaben, VRIL und ein Symbol das an den Reichsadler der Nazis erinnert.

In der eigentlich Suite richteten wir unsere Aufmerksamkeit schnell auf die drei großen Schrankkoffer die mitten im Raum lagen, gesichert durch mordernste elektronische Schlösser. Für uns nicht zu knacken, da muss ein Profi her.

Cornell missfällt es, das die Überdecke schlampig über das Kingsize Bett geworfen ist. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit denkt er das schlimmste. Aber bis er die Kleiderstange aus dem Schrank ausgebaut hat, bin ich schon hin ans Bett und reiße die Decke einfach runter. Was passiert ist? Nun eine junge hübsche Frau erhebt sich vom Bett, Würgemale am Hals und verschwindet. Vielleicht hätte ich keine zweite Prise Koks nehmen sollen, aber ich fühlte mich einfach euphorisch und unbesiegbar. Verdammt, man kann damit die Toten sehen. Soweit meine Theorie, einem wissenschaftlichen Selbstversuch wollten sich dann weder Vince noch Cornell unterziehen.

Die Suche unter dem Bett fördert nichts von Bedeutung zu Tage, ein alter Karton, irgendwann in den 50er Jahren hergestellt und ein Dutzend Zeitungsausschnitte. Ist schon irre, wer druckt denn bitte das Herstellungsdatum und –Ort auf einen Karton. Die Artikel handeln wieder erwarten von Morden sondern von Einbrüchen. Jedesmal kahm und verschwand der oder die Täter unerkannt. Es gab keine Einbruchsspuren, keine Hinweise das Tresore geknackt wurden und doch wurden Wertgegenstände aus selbigen entwendet. So langsam hab ich eine Vermutung um was es sich bei dem Karton handeln könnte.

Als ich mich dann auch noch vor den Spiegel gesetzt habe und mich mein Spiegelbild mit einem Obsidiandolch angreifen wird, ist es zuviel. Beide feuern aus allen Rohren auf mein Ebenbild, der Spiegel zerbirst in tausend Stücke, nur der Dolch bleibt zurück. Ich stecke ihn ein. Weil auch die Zimmernachbarn unruhig werden und Vince ein guter Fahrer aber ein schlechter Lügner ist, nehmen wir die drei Koffer und verschwinden aus dem Hotel. Da Maus mich aus unerfindlichen Gründen immer noch töten lassen will und mir Cornell nur Aufschub gewährt fahren wir Richtung Reno und quartieren uns im Buena Vista Motel ein. Die Fahrt dorthin ist für mich die Hölle, überall sehe ich Tote in den unterschiedlichsten Stadien der Verwesung. Verdammt, das Zeug hält viel zu lange an.

Das Motel gleicht einer heruntergekommenen Absteige und erinnert an Bates Motel aus Psycho. Also genau das richtige für uns. Der Manager, ein kleiner schmieriger rothaariger Kerl zickt nicht lange rum als ich die Tote erwähne die mit durchschnittener Kehle auf dem Sofa im Eingangsbereich sitzt. Tja hat manchmal auch seine Vorteile, wenn man die Toten sehen kann. Während er noch was von Versehen murmelt begeben wir uns auf die Zimmer. Ein Anruf bei Rico, genannt Panzerknacker reicht, damit er 90 Minuten später hier ist. Am Telefon teilt er mir noch mit das sich das Buena Vista jetzt im Gebiet der Bruderschaft befindet. Gut zu wissen. Um die Wartezeit totzuschlagen fährt Vince schnell ein paar Meilen retour und organisiert eine billige Videokamera. Die wollen wir in den Karton hineinlassen um zu sehen, was wir so sehen. Und wo der Wecker aus der Hotel Suite geblieben ist. Hab ich das vergessen zu erwähnen? Also es war so, der Karton ist in etwa mannsgroß und da man bei den Sachen die Lance so nutzt nie vorsichtig genug sein kann, haben wir einfach einen Wecker in den Karton geworden. Nur das der nie auf dem Boden aufgeprallt, sondern einfach verschwunden ist. Jedenfalls stößt die Cam nach ca. 1,8m auf Widerstand, überwindet ihn und lässt sich dann frei drehen. Die Bilder sind auch sehr aufschlussreich, irgendwie kommt man mit dem Karton durch die Dimension, mitten in einem Zimmer dessen Wände scheinbar aus Pappkartons bestehen liegt unser Wecker am Bo-den, eine verweste Leiche und ein Skelett daneben. Die Jungs haben sich wohl verlaufen.

Rico ist eigentlich Automechaniker, hat aber ein geschicktes Händchen für Schlösser aller Art. Er ist gern Menschen behilflich die sich ausgesperrt oder den Schlüssel zum Tresor verlegt haben. Da die Technikaffinität von Lance nicht sonderlich hoch ist, braucht der junge Mexikaner nur ein paar Minuten um den ersten Koffer zu öffnen. Den Inhalt könnte man umschreiben mit Mordwerkzeuge für die Nähe. Vom gezackten Messer bis zum Breitschwert ist alles vorhanden. Teilweise antik die Waffen, aber in gutem Zustand. Dürften viel Geld bringen, wenn man sie an den richtigen verkauft.
Koffer 2 war dann der für die Ferne. Pistolen, Maschinenpistolen und eine Gatling mit handgegossenen Kugeln vervollständigen die Sammlung. Die Luger mit den SS und anderen Kopfschmerzen verursachenden Runen, hat es Vince angetan. Der dritte Koffer wies merkwürdige Beulen auf, wie wenn etwas von innen heraus wollte. Da Cornell und Vincent zu viel Angst haben, assistiere ich Rico. Der Koffer enthielt eine fiese Falle. Öffnet man ihn unbedarft, zieht man gleichzeitig eine mechanomantische Spinne auf, die einmal in Betrieb mit unzähligen Tötungswerkzeugen an Armen und Beinen ein böses Gemetzel hinterlässt. Allen ist klar dass wir mit dem was er gesehen hat, unseren Mechaniker nicht entkommen lassen können. Cornell hat schon die Gatling untersucht, ein Monokel an einer Kette mit der Waffe verbunden ist das auffälligste. Schnell findet er heraus wie man damit umzugehen hat. Derweilen gebe ich dem Manager bescheid, er möge doch einen Anruf tätigen, Rico will gegen Crashmonkey ein Rennen fahren. Die Gatling funktioniert wie vermutet. Mit Hilfe des Monokels kann man jedes erdenkliche Ziel anvisieren, das man einmal vor Augen hatte. Und so kommt es das Rico einen tödlichen Autounfall hat. Er war gut, Crashmonkey war überirdisch. Pech für unseren Rennfah-rer. Später wird Cornell den Sicherheitschef des Hotels Fortuna töten, einfach um zu sehen ob es klappt. Kurz vorher war Vince noch bei ihm um gegen ein Schmiergeld die Bänder auf denen wir zu sehen sind, zu löschen.

Das und der tödliche Unfall holt die Cops in die Wüste und wir machen uns wieder auf den Weg. Immer auf der Flucht. Verdammt, ich will wieder nach Hause, in mein Heim, in mein Geschäft. Aber solange Maus darauf besteht mich tot zu sehen, ist ein Leben in Bewegung einfach gesünder.

Auf anraten von Mitch rufe ich bei Maus an. Der ist erfreut mich zu hören, ein wenig verärgert darüber dass ich ihm sein Eigentum nicht zurückgegeben hat, aber als durchaus vernünftiger Mensch hat er eine Lösung. Wir treffen uns heute Abend im Baseballstadion, ich übergebe ihm sein Tarot und alles ist wieder gut. Ach wenn nur alles so einfach wäre. Dumm nur das sich die Karten nicht mehr in meinem Besitz befinden. Die hat jetzt der Schwarze Mann. Einfach mittels des Pappkartons bei ihm einbrechen würde gegen meinen Avatar verstoßen, ich bin ein ehrlicher Kaufmann und kein Dieb. Wieder kurz beraten und wir beschließen mit dem Händler einen Deal zu machen. Hier bin Ich, oder so meldet er sich am Telefon. Für die Karten will er den Papppalast, die mechanomatische Spinne und die ersten 30 Jahre meiner Erinnerung. Böse Sache, die will ich nicht hergeben. Wir einigen uns dann darauf, dass ich auch die Erinnerungen eines vollkommen eintauschen kann, solange er ein abwechslungsreiches Leben hatte. 2 Stunden später kann ich die via Kurier angelieferten Utensilien zum Transfer der Erinnerung in Empfang nehmen. 2 Plastiktüten, eine mit 30 Pillen und die andere mit Ziplock, dient als Kotzbeutel. Das System ist ganz einfach. Dem Unglücklichen werden die Pillen verabreicht, eine für jedes Jahr, danach einfach das Erbrochene in der Tüte sammeln und fertig. Vorher das fixieren nicht vergessen.

Wir überlegen wen wir nehmen können, einigen uns dann auf einen Patienten im Las Vegas General Hospital. Doc M. soll uns bei der Auswahl korrupter Ärzte helfen. Im Trailerpark dem derzeitigen und dauerhaften Wohnort von Dr. M. überlege ich es mir kurzfristig anders. Kurz den besoffenen Arzt befragt und Mitch und ich stehen vor dem Wohnwagen von Ernest Carmichael III. Dieser entpuppt sich als heruntergekommener Junkie und Exmanager der 12 Millionen $ unterschlagen hat. Das Geld brachte ihm kein Glück, aber mir die gewünschten Erinnerungen. In der verzweifelten Lage in der er sich befindet greift er nach jedem Strohhalm und so nimmt er einen tiefen Schluck aus der Flasche, in der ich die Tabletten zuvor aufgelöst habe. Für das Versprechen das ich seine Schulden tilge hält er mich für den Bruder vom Weihnachtsmann. Es dauert nicht lange, dann fängt Ernest an Krämpfe zu bekommen, Blut läuft ihm aus Nase und Ohren. Gut das Cornell kräftig genug ist ihn festzuhalten. Das Erbrochene wandert in die Tüte.

Im Hotel Luxor sollen wir den Kontaktmann des Schwarzen Mannes treffen. Alles hab ich erwartet, nur nicht Dexter MacDonald, einen alten Freund von mir. Die merkwürdige Tätowierung an der linken Hand sticht mir geradewegs ins Auge. Nun scheinbar dient Dexter dem Händler als Sprachrohr, denn er erkennt mich nicht, als er vor mir steht. In der Tiefgarage geht er kurz zu seinem Porsche, scheint wie verwandelt, wechselt ein paar Worte mit seiner ordinär wirkenden Begleiterin die im Wagen wartet, mokiert sich dann wieder mit der Stimme des Schwarzen Mannes über das schlechte Karma in der Tiefgarage. Wir machen den Deal perfekt und ich bin einen Schritt näher dran am Überleben. Draussen fällt auch der Bann von Dexter wieder ab und wir unterhalten uns kurz über alte Zeiten. Ich steh irgendwie noch immer unter dem Einfluss der Drogen aber der gute Dexter hat den verdammt schlechteren Deal gemacht.

Das wirklich krasse aber ist, wie abgebrüht wir sind. Auf dem Weg aus der Tiefgarage des Luxor zum Aufzug kommt uns ein seltsamer Typ entgegen. Meine Erinnerung an ihn sind leider nur noch verschwommen aber als der Aufzug aufgeht liegt da ein Mann mit einer klaffenden Wunde in der Gegend wo das Herz ist. So wie es aussieht war Lance doch nicht der Einsame Herzen Killer. Die einzige Reaktion von Vince ist, dass er auf den zweiten Aufzug wartet. Wie können wir denen da draußen noch glaubhaft machen, dass wir die Guten sind?

Während Vince und Ich zum Stadion fahren macht sich auch Cornell auf den Weg. Immerhin soll er, falls was schiefläuft, seinen Job erfüllen und mich umlegen. Am 3. Base warten schon vier Jungs auf mich. Maus Stellvertreter, 2 Gorillas und einer der nach Mafia riecht. Profis die wir sind einigen wir uns schnell darauf, das meine Kosten in Höhe von 250.000$ erstattet werden. Auf den Scheck verzichte ich dankend und nehme lieber das Bargeld das mir im Cesars ausgehändigt wird. Für einen Moment sieht es so aus als hätte ich den Bogen überspannt, besonders die angedeutete Drohung, in dem Moment in dem ich sterbe ist auch Maus tot, gefällt ihnen nicht, scheint aber dem Mafiosi zumindest ein wenig Respekt abgenötigt zu haben.

Und was haben die anderen zwei gemacht? In einem Moment der Unachtsamkeit erwischen mich die beiden und nötigen mir für ihre Hilfe jeder einen Gefallen ab. Wie kleinlich manche Menschen sind.

Cornells Gefallen muss ich auch umgehend einlösen. Irgendwie kann ich von den dummen Sprüchen nicht lassen, Wenn ich Dir schon einen gefallen tu, dann muss auch was für mich rausspringen. Es gäbe da noch ein Problem mit der Polizei von Las Vegas. Eigentlich hätte er schon vor einer Woche beim Polizeichef vorstellbar werden sollen, mein Job ist es ihn verschwinden zu lassen, aus den Akten der Polizei. Aber wer sagt denn das es nur diese sind? Es ist immer schlecht mich zu erpressen, egal wie es die Gegenseite nennt…

… auch wenn sie dem Avatar des Henkers folgt.

- Fortsetzung folgt -
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« Antworten #10 am: 29 Januar 2010, 09:05:48 »

Ich war ein wenig nachlässig aber jetzt bin ich mit der Nachschrift auch wieder fertig.

Weiter geht es mit Kapitel 5: Gullyhooter:

Die Wirtschaftskrise hat Las Vegas voll erfasst. Die einzigen die einen Wachstum verzeichen, ist die Bruderschaft des zähfliessenden Verkehrs.

Auch die Hispanic Kultur ist stark im kommen. Atzlan taucht öfter in den Vororten von Las Vegas auf. Meist als Graffiti hingegritzelt, an Hauswände. In diesem Zusammenhang werden auch immer öfter obskure Messen in der Hauptstadt der Spieler abgehalten, eine Technikmesse die Grenzwissenschaften auslotet und freie Energiemaschinen sowie ökologischen Bestrebungen folgt, was auch immer das heissen mag, weckt unser Interesse. Dazu kommt noch ein Schuß Concestadores und präamerikanische Kultur. Ja es wird langsam merkwürdig in der Stadt.

So nebenbei erwähnt Maus, das es in letzter Zeit öfter zu Sichtungen von Dirk Allen kam. Seine beiden neuen Bücher Gott ist eine Bombe und Hure des westlichen Himmels hat er, unterbrochen von einem Südamerika Aufenthalt geschrieben. Aus dieser Zeit hört man nur unbestätigte Gerüchte von vielen Toten, El Dorado, Dorgenbaronen, 2 Dutzend Killern auf der Suche nach dem Jungbrunnen, Todesschwadronen. Alle hingerichtet. Kaltblütig. Und immer war Dirk Allen in der Nähe. Das ist nicht gut, das ist wirklich nicht gut.

Im Zuge der Hispanic Zunahme, hab ich schon gesagt das ich eine Abneigung gegen das Pack habe, sind auch ein paar Killer mehr in die Staaten gekommen, so das Cornell derzeit arbeitslos ist. Das schlägt ihm aufs Gemüt.

Der Seelenmörder hat es ins Fernsehen geschafft. Scheint doch eine kompliziertere Sache zu sein, als wir eingangs alle dachten. Vielleicht müssen wir den Typen dingfest machen. Der verdirbt das Geschäft.

Weil wir nichts zu tun haben, ziehen Cornell und Ich um. Er in einen Vorort, mit einem kleinen Vorgarten und einem Chrysler in der Auffahrt zur Garage.

Ich in eine Gated Community. Zur Auswahl stehen eine christliche Vereinigung oder Ayn Rand Jünger. Beide haben einen Knall, ich wähle die Option Oriogays, außen schwarz und innen weiss. Damit ziehe ich ins Dorf der Verdammten, wie ich die Community insgeheim nenne.

Um interessante Ware zu erwerben mache ich mich auf dem Weg, höre mich um wo der Flohmarkt stattfindet. Ich bekomme einen Hinweis das für morgen nacht um 3:33 Uhr im Trinity Hotel im Heizungsraum 3 Vertreter der Gilde im 3. UG in Raum 3.33 anzutreffen sind.

Mitch sucht Infos über die Gatling, ich geb ihm den Tipp mit Google: magic+weapon+gatling. Bingo. 1860 tauchte die Waffe erstmalig im amerikanischen Bürgerkrieg auf. War verantwortlich für einige der üblen Gemetzel. Mal sehen ob die Händler auf dem Flohmarkt mehr wissen.

Vince braucht eh ein magisches Würfelset das das Glück auf seine Seite zieht, sowie ein Amulett das ihm Crash Monkey ebenbürtig macht. Danach macht er sich bei Fortuna schlau, was sie über die Luger weiss und bekommt ein dickes Dossier. Der Junge hat scheinbar einen guten Draht zu der Frau. Da sollte ich ein Auge drauf haben. Pjotr Tutzschinzki, ein osteuropäischer Waffenspezialist hat 44 dieser Pistolen für SS Obere gemacht, alle wurden in KZs gefertigt. Sind wohl rassisch rein und voll gesteigertem VRIL oder Lebensenergie. Tantrische Sexualmagie und die Göttin Kali haben wohl auch ihre Finger in der Fertigung gehabt. Einzelstücke sind das jedenfalls nicht und sie werden als Werkzeuge bezeichnet. Irgendwie hab ich den Punkt nicht ganz verstanden. Wahrscheinlich haben sich die Nazis die Wummen einfach anal eingeführt um einen hoch zu bekommen.

Aber bei Fortuna ist nix umsonst, als Gegenleistung für die Informationen muss er nach Fort Death, einer Geisterstadt im Death Valley. In der Stadt soll es nach Aussage von Fr. F. eine enthropische Spirale geben. Lt. Aussage einiger ihrer Spieler soll auch der Gullyhooter dort sein Unwesen treiben. Ist wohl so ne Art Jabberwookie. Ja ich freu mich richtig drauf, so ein Ausflug in die Wüste hat doch gleich was angenehmes an sich. Irgendein bekloppter der tolle Waffen und einen Käfig gekauft hat, hat das Vieh wohl gefangen und umgedreht. Warum nur kann ich mir überhaupt nichts darunter vorstellen? Scheiße mal gespannt was uns erwartet.

Azlan. Ursprung - Heimat - Zukunft. Neue Ausstellung. Wenn sich Straßenschilder vermehren könnten, dann würde dieses den 1. Preis gewinnen. Verdammt Verdammt Verdammt. Was ist nur los in dieser Stadt?

Im Death Valley treffen wir auf einen Van, der eine Panne hat. Alex Abels Leute. Corny schiesst auf die Reifen und den Kühler. Wir lassen sie, fluchend, in einer Staubwolke zurück. Kurz darauf stossen wir auf die Auswirkungen der Enthropie. Vincent hat ein Glas mit roten und weißen Murmeln gekauft. Bunt gemischt. Jetzt sind oben die weißen und unten die roten. Genialer Enthropiedetektor. Sollte ich vielleicht auch in mein Sortiment aufnehmen. Den Rest gehen wir zu Fuß. Oder klettern. Hier gibt es jede Menge Höhlen im Berg, sieht aus wie eine typische Minenkolonie. Währenddessen bildet unser Detektor wirre Muster ab. Und aus der Mine, die sich jetzt in Sichtweite befindet, dringen merkwürdige Geräusche. Zur Lagebesprechung ziehen wir uns erstmal in eine der noch halbwegs intakten Hütten zurück. Von hier aus lässt sich außerdem der Eingang der Mine hervorragend beobachten.

In der Hütte stossen wir auf ein paar lose Dielen, das klassische Versteck. Darunter ist tatsächlich was. Eine Architektenkladde mit einem Tangram Schloss. Rund um die Kladde ist auch in einem Umkreis von 2m die Enthropie aufgehoben. Sehr interessant.

Die Abeljungs waren auch nicht untätig und sind mittlerweile da. Zu unserem Glück verschwenden sie keine Zeit auf die Durchsuchung der meist baufälligen Hütten sondern dringen gleich, besser ausgerüstet als wir, in die Mine ein. Wir beobachten sie abwechselnd durch das Zielfernrohr der Gatling. Nach kurzer Zeit wird mir schwindlig und schlecht. Das ist nichts für mich. Sollen die anderen sich den Kopf verdrehen. Derweilen öffne ich ungesehen die Kladde. Ein interessanter Schließmechanismus, bei dem wohl auch einiges daneben gehen kann. Einige Seiten alten Papiers kommen zum Vorschein. Sie enthalten die Geschichte des Gullyhooters. Er wurde von einem verstoßenen Adligen aus der Alten Welt eingeschleppt. Der hatte einen ganzen Zoo an Haustieren (Affen Löwen...) allen war gemeinsam das sie nur 1 Auge hatten. Das andere bestand aus einer schwarzen Fläche. Der Gullyhooter ist ein Gestaltwandler der seine Opfer in sich aufnimmt.

Eine Bauanleitung wurde auch gleich mitgeliefert. Nehme derer Tiere drei, vernähe sie miteinander, entferne jedem der Tiere ein Auge und setze ein eigenes Auge dafür ein. Den Rest kann ich leider nicht identifizieren.

Es sind aber noch mehr nützliche Unterlagen in der Kladde. Die Geschichte wie der Gullyhooter gefangen genommen wurde zum Beispiel. Robert Mac Bannister, Waffenschmied und Mechaniker, dessen Familie vom Gullyhooter getötet wurde, hat den Käfig gebaut, in dem man den Gestaltwandler gefangen nehmen kann, denn er lässt sich nicht töten. Die grundliegende Theorie des Käfigs ist folgende: Er bannt die Energie aus der Anderswelt die der Gullyhooter nutzt. Die Energie des Käfigs reicht dabei für 100 Jahre, danach muss sie wieder aufgeladen werden. Wie und wo steht nicht dabei. Dem Datum zufolge passierte das vor 120 Jahren.

Als Nachwirkungen der Entrophie der wir ausgesetzt waren, zeigt sich Gedächtnisschwund. Meine Erinnerungen an unser weiteres Vorgehen in der Mine sind mehr als verschwommen. Ich kann mich noch daran erinnern das Cornell zwei von Abels Leuten erschossen hat, bevor wir einen Waffenstillstand vereinbarten. Dunkel erinnere ich mich auch noch daran das wir die Kladde in den Schacht werfen, in dem sich der Käfig mit der gefangenen Monstrosität befunden hat (die Papiere behielt ich vorsichtshalber) und irgendwie ist es dem Killer auch gelungen den Gullyhooter zu töten. Bei dem ganzen durcheinander scheißen sie die angeheuerten Killer von A. A. in die Hose. Zur Belohnung fallen sie mit einer Kugel im Rücken in die Schlucht. Zeugen brauchen wir keine. Zurück an unserem Auto stellen wir fest das die Mistkerle unsere Bremsschläuche durchschnitten haben, egal wir tauschen sie gegen die des Vans aus. Den brauchen sie eh nicht mehr. Im Laderaum sind noch die Behälter mit flüssigen Stickstoff. Die nehmen wir nun auch mit.

Um 3:15 Uhr sind wir vor dem Trinity Hotel. Dessen Logo ist ein lächelnder Atompilz. Ich könnte schwören, das Hotel noch nie in Las Vegas gesehen zu haben. Im Keller treffe ich dann auf 3 Männer. Bedeckt mit Tattoos, einem fehlen die Ohren, dem zweiten wurden die Augen zugenäht, dem dritten der Mund. Gruselige Gestalten.

Morgen um Mitternacht, nicht in dieser Welt lautet die Antwort auf meine Frage, wo der Flohmarkt denn stattfindet.

Noch benebelt von den Nachwirkungen der Enthropie muss ich nachfragen. Der Blinde nimmt meine Geldbörse und zieht die Karte des Unternehmes heraus. Ich rufe an und bitte um einen Zugang nach Autre Monde. Ich soll mich um Mitternacht im Atzlan Zentrum einfinden.

Mein Gewinn sind der Standort des Flohmarktes, die Unterlagen des Grafen und die Email Adresse von Fortuna. fortuna@ladyluck.com. Kein schlechtes Geschäft.
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« Antworten #11 am: 29 Januar 2010, 09:08:52 »

Und das sechste Kapitel folgt zu gleich:

Auf der Fahrt über den Strip zum mitternächtlichen Treffen ins Atzlan Center fällt mir auf das Cornell neuerdings geistig abwesend wirkt. Hinzu kommt eine scheißegal Haltung. Die Zeit verläuft für ihn jetzt anders, langsamer als außerhalb des Fahrzeuges. Eine Nachwirkung der Entrophie? Der Gatling? Ich glaube ich will es nicht wissen.

Neben uns taucht ein Cabrio auf, ein Hispanic am Steuer. Er gibt Zeichen das er ein Rennen fahren will. Vince verweigert ihm dies, daraufhin zieht der Herausforderer beleidigt von dannen, nicht ohne uns vorher einen Fuckfinger zu zeigen. Kurz darauf setzen sich die Cops hinter den BMW.

Über iPhone checke ich meinen Kontostand, vor meinen Augen verwischen die Zahlen, die Beträge sinken, steigen, stimmen nicht. Ich hab keinen Zugriff mehr auf mein Geld. Verdammt. Was ist nun schon wieder los?

An Zentrum angekommen erwarten uns Inkas, Atzteken und deren mythische Heimat. Die Tiefgarage ist leer, das Deckenlicht flackert. Wir sind in einer Zwischendimension schwant mir. Wie immer gehe ich vor, alleine, drücke den Aufzugknopf, die Tür geht auf, ES springt mich an. Erinnert mich an die Eninitäten in der Wüste. Und wieder ist es Mitchell der mir das Leben rettet. Leider erst mit der zweiten Salve, mit der ersten trifft er mich. Schmerzen durchzucken mich. Apprupt wird mein rechter Arm nach oben gerissen. Das Wesen hat mich dort mit der Kette getroffen und ihn umwickelt. Mit einem Ruck reisst sie und ich falle nach hinten. Notdürftig werde ich von Mitch zusammen geflickt, hat er sich wohl bei Dr. M. abgeschaut. Einen halben Meter der stacheldrahtumwickelten Kette zieht er mir aus dem Arm. Ich behalte sie als Andenken.

Wir fahren mit einem anderen Aufzug ins Erdgeschoss. Heißer WInd und ein Geruch nach verbranntem Fleisch und Blut empfängt uns. Der Flohmarkt findet in der Wüste statt. Unser Führer erwartet uns. Er trägt den Schwarzen Anzug der Firma. Auf dem Weg zur Stadt werden wir von den Wanderern angegriffen. Die Kette die ich bei mir trage schützt mich. Cornell nicht. Sie attackieren ihn. Ich erschieße unseren Führer. Die Wanderer fallen über ihn her, wir können unbehelligt unseres Weges ziehen.

Nach einem Spaziergang unbekannter Dauer taucht vor uns eine Stadt wie aus Tausend und Einer Nacht auf. Wir sind da. Auf dem Flohmarkt werden wir von Thorvald Drake begrüßt. Der ganze Flohmarkt ist wirr und ich tausche die Kette des Wanderers. Es ist seine Seele erfahre ich. Die Hülle dient nur dazu, um die Seele zu transportieren. Die Kiste Waffen die wir von Lance noch übrig haben, wird auch verhökert. Am Ende vergesse ich die Würfel für Mitch. Bekomme aber immerhin ein Amulett. Fühle mich erschlagen von der Anwesenheit der vielen Händler und bekomme einen Zusammenbruch. Beschliesse den Flohmarkt so schnell als möglich wieder zu verlassen. Hier gibt es nur Dinge für die ich noch nicht reif bin.

Mitchell war auch nicht untätig und hat sich selbstständig umgesehen. Dabei ist er auf Lucie, sein 5-jähriges Alter Ego gestossen. Es bietet ihm seine Vergangenheit an, wenn er sie tötet. Obwohl er ein Killer ist, zögert er und weigert sich, sie zu töten. Zum Dank dafür bekommt er ein Futteral mit eine Dealerbesteck und einer Phiole mit klarer Flüssigkeit geschenkt. Das weckt eine Begierde in mir, der ich nur schwer wiederstehen kann.

Zurück im Atzlan Center teilt uns Vincent mit das ihn Fortuna kontaktiert hat. Ein Geschäftsfreund von ihr - Alex Abel, will sich mit uns treffen. Wir werden uns nicht weigern, aber die Ereignisse um den Gallyhooter und sein Team ein wenig verschweigen.

In meiner Gated Community fühle ich mich nicht mehr sicher. Viele merkwürdige Dinge passieren innerhalb der Anlage und auch in meinem Haus. Ich denke daran wieder umzuziehen. Die Nacht verbringe ich daher lieber bei Cornell und erlebe eine Überraschung. Als wir ankommen (Vince hat mich gefahren) sind alle Häuser hell erleuchtet, nur seines nicht. Eigentlich sollte es genau andersrum sein, er ist der einzige Mieter weit und breit. Ich klingle an der Haustür und schlagartig gehen die Lichter im Haus an und in der Umgebung aus. Die Tür ist offen, ein Kinderflitzebogen liegt im Flur. Das Lachen eines Kindes ist zu hören. Mitchell ist im 1. Stock kommt, herunter, bietet uns ein Bier an.

Ich klaue ihm das Futteral mit dem Besteck, da er auf dem Wohnzimmertisch liegen hat.

Bei Vince verläuft der Rest der Nacht ruhig.

Eponymous, einer von Abels engsten Vertrauten erwartet uns am nächsten Tag gegen 14:00 Uhr in seiner Suite im Caesars Palace. Es geht um die neue Sonne, einer Organisation die vor kurzem in Las Vegas aufgetaucht ist. Als ihr Oberhaupt fungiert ein gewisser Vincent Krawallo, ein Iraskimant der seine magische Energie daraus zieht,  das er andere Menschen vor den Kopf stößt und sie wütend macht.

Abel will ihn beseitigt wissen. Krawallo gehört zur Bruderschaft des zähfliessenden Verkehrs und kommt ebenfalls aus Los Angeles.

Es ist kein besonders toller Job für die Neue Inquisiton zu arbeiten. Aber haben wir eine Wahl? Selbständige sind wir gewesen, getrieben von der Mafia, flüchten wir uns in die Arme der NI.

Leider sind die beiden letzten Mitschriften kürzer ausgefallen als geplant. Das liegt daran das ich mir so lange Zeit gelassen hab und daher kaum mehr eine Erinnerung an die beiden Abende habe und zum anderen daran das meine Notizen auch sehr spärlich sind. Gerade der Flohmarkt und der Weg dorthin war um einiges spannender und umfangreicher als hier niedergeschrieben.
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« Antworten #12 am: 07 August 2010, 16:23:17 »

Notizen vom 12. Februar 2010.

Fragmentarisch, da ich mich nicht mehr erinnern kann. Smiley

Der Stadt geht es gut, uns schlecht.
2 große Events finden in Las Vegas statt. Das Treffen zur nationalen Sicherheit und die Porno Award Messe.

Das TdnS wurde vor ein paar Tagen aus Sicherheitsgründen von der Ostküste nach Las Vegas verlegt.

Die Stadt ist voll mit Globalisierungsgegnern und (linken) Hippies aus San Francisco.

Im Rahmen des TdnS wurde die Area 51 zum nationalen Sperrgebiet ernannt.

Zu allem Überfluss gibt es noch die Atzlanausstellung im Euphorim.

Mitch erwirbt einen alten Geldtransporter.

Tanz auf dem Vulkan.

Mitch: "WIr sind zu spät dran"
Cornell: "Mach mir keine falschen Hoffnungen"

Owen Noone experimentiert mit Drogen um das Bewußtsein zu erweitern.

Dämonen eingraviert auf dem Tisch.

Wachman Schädel eingeschlagen aber er lebt noch.

EIn schwarzer Camaro steht vor der Tür, mit "Dämonen" Schriftzug.

Der Weber lässt mich suchen, in dem Medien bin ich dank seiner Fähigkeiten zum most wanted aufgestiegen, quasi der Finanzier Bin Ladens.

In der Nähe von Area 51 wird der Film Zombie Apocalypse 3 gedreht. Vincent hilft dort als Fahrer aus.

MItch und ich fliegen nach New Orleans.
« Letzte Änderung: 07 August 2010, 16:32:55 von Tom » Gespeichert

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« Antworten #13 am: 07 August 2010, 16:23:56 »

[Platzhalter]

Cornell Mitchell ist vom Pfad des Henkers zum Pfad des Gunslingers gewechselt. Die in meinen Augen wohl wichtiges Änderung des Abends die auch die Geschichte vollkommen verändert. Er ist nicht mehr länger Handlanger von Owen Noone sondern bestimmt von nun an alleine wer lebt und wer stirbt.
« Letzte Änderung: 07 September 2010, 20:43:56 von Tom » Gespeichert

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« Antworten #14 am: 07 August 2010, 16:24:16 »

[Platzhalter]

Der Bannführer hat sich im Körper von Noone eingenistet.
« Letzte Änderung: 07 September 2010, 20:44:29 von Tom » Gespeichert

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